Das neue Feuerwehrhaus am Ortsausgang von Lemmie besteht aus drei miteinander verbundenen Baukörpern: einer Fahrzeughalle, einem zweigeschossigen Sozial- und Aufenthaltsbereich sowie einem vorgelagerten Erschließungsbereich. Im Erdgeschoss der Fahrzeughalle entstehen zwei Stellplätze für die Einsatzfahrzeuge, ein Lager- und Ausrüstungsbereich sowie getrennte Umkleiden. Hinzu kommen Sanitärräume, Duschen, Technik- und Nebenräume. Die Kosten liegen bei rund 3 Millionen Euro brutto.
Besonders ist die Kombination unterschiedlicher Bauweisen. Während die Fahrzeughalle in massiver Bauweise errichtet wird, entsteht der zweigeschossige Sozial- und Aufenthaltsbereich als Holzrahmenbau.
Auch energetisch ist das Gebäude auf die Zukunft ausgerichtet. Für die Dachfläche ist eine Fotovoltaikanlage vorgesehen. Auf dem 2000 Quadratmeter großen Grundstück an der Straße Im Steerfeld entstehen 18 Stellplätze, davon zwei barrierefrei. Die Zu- und Abfahrt wird so angelegt, dass sich der Alarmverkehr der Feuerwehr und der normale Pkw-Verkehr möglichst wenig kreuzen. Losert dankte den am Bau beteiligten Unternehmen. Auch dem Bauamt unter Federführung von Projektleiterin und Leiterin des Fachbereichs Bauen und Umwelt der Stadt Gehrden, Beate Küchemann, und allen weiteren Beteiligten sprach der Bürgermeister seinen Dank aus.
Besonders hob Losert die Bedeutung des Neubaus für die Feuerwehr in Lemmie hervor. Wer das bisherige Feuerwehrhaus kenne, so Losert, wisse, welchen Aufwand die Kameradinnen und Kameraden dort bewältigen müssten. Das 1986 zum Gerätehaus umgebaute Gebäude am Gehrdener Kirchweg, in dem die Ortsfeuerwehr Lemmie zurzeit noch verweilt, wird seit dem Jahr 2000 von der Feuerwehr-Unfallkasse nur noch als „geduldet“ eingestuft. Es erfüllt lange nicht mehr die gesetzlichen Anforderungen und Vorschriften.
Das neue Gebäude ist für die Lemmier deshalb fast ein Quantensprung. Es biete künftig deutlich bessere Voraussetzungen für die Einsatzbereitschaft. „Ich glaube, gerade ihr freut euch hier dann auch, ein neues Domizil zu haben“, sagte der Bürgermeister in Richtung der Feuerwehrleute.
Auch Ortsbrandmeister Martin Walter und Ortsbürgermeister Heinrich Möller richteten Dankesworte an die am Bau Beteiligten. Die Feuerwehrleute zeigten sich erfreut über den Baufortschritt und die künftigen verbesserten Bedingungen für ihre Arbeit.
Trotz des großen Baufortschritts bleiben weitere Aufgaben: Der Feuerwehrbedarfsplan müsse weiter umgesetzt und die Entwicklung der Feuerwehrstandorte im Blick behalten werden. „Wir werden weiterhin Feuerwehrhäuser bauen, der Bau des nächsten Hauses liegt allerdings in der Verantwortung des neuen Rates“, so Losert.
Nach dem traditionellen Richtspruch von Zimmerermeister Manuel Meyer wurde mit einem Glas Bredenbecker Korn auf den Neubau angestoßen. Anschließend wurde das Richtfest in geselliger Runde fortgesetzt.