Um zu erleben, wie die Kinder ihre neue Gerätelandschaft erobern, waren auch zahlreiche Mitglieder aus dem Rat der Stadt und Verwaltungskräfte gekommen. Sie erlebten einen wahren Ansturm auf ein kleines Kinderparadies: Kletterwürfel, Reckstangen, eine große Gerätekombination mit Rutsche, ein Sandspielbereich, Trampolinflächen, eine Nestschaukel und mehrere Einzelschaukeln. Zum neuen Pausenhof zählen aber auch ein Außenklassenzimmer mit Pergola und Sandsteinbänken sowie Markierungen eines Verkehrsübungsplatzes für Fahrradprüfungen.
Vor dem Ausprobieren hatte aber zunächst eine kleine Eröffnungsfeier auf dem Programm gestanden. Um den Kindern keine unnötige Geduldsprobe zuzumuten, beließ es Bürgermeister Schünhof in der Aula bei einer kurzen Ansprache. Der Bürgermeister erinnerte an den Planungsbeginn vor mehr als vier Jahren. Weil einige der Grundschulkinder damals noch gar nicht die Einrichtung an der Straße Langenäcker besucht hatten, verwies er zudem auf ein gemeinsames Verfahren: Auch die Schulkinder seien an den Planungen beteiligt gewesen, betonte er. Rektorin Geyer hatte zuvor ebenfalls von den ersten Überlegungen für die Umgestaltung berichtet. Daran hätten nicht nur die Stadt und eine Planungsfirma, sondern auch die Sozialpädagogin Andrea Blesching sowie die Kinderkonferenz mitgewirkt.
Mehrfach erwähnt wurde Wolfgang Kreipe von der kommunalen Gebäudewirtschaft. Er hat die gesamte Umgestaltung des Schulhofes für die Stadt federführend begleitet. Auch deshalb griff Kreipe bei der Eröffnungszeremonie ebenfalls zu einer Schere und durchschnitt mit dem Bürgermeister und der Schulleiterin symbolisch das rote Band vor einer Tür zum Schulhof.
Unmittelbar zuvor hatten die Schülerinnen Lisa-Marie und Sarah in der Aula wichtige Verhaltenshinweise verlesen. Demnach hat die Kinderkonferenz der Grundschule einige Regeln für die Nutzung des neuen Geländes beschlossen. Besonders wichtig: pfleglicher Umgang mit den Geräten, die Grünflächen schonen und auf den Wegen gehen, an den Spielelementen immer nach fünf Minuten abwechseln und unbedingt die Mülltonnen benutzen. Vom attraktiven Angebot des umgestalteten Pausenhofes profitieren aber nicht nur die rund 280 Kinder der Adolf-Grimme-Schule: Laut Schulleitung steht das Gelände nach dem täglichen Schulbetrieb sowie an Wochenenden und in Ferienzeiten als öffentliche Freizeitanlage zur Verfügung. „Nachmittags ist unser Schulhof auch ein neuer Spielplatz“, sagte Rektorin Geyer, um noch einmal auf eine verantwortungsvolle Nutzung hinzuweisen.