Erste Station war die Anlage in Lemmie. Betreiber und Landwirt Cord Narten erläuterte die Eckdaten: Die 2024 in Betrieb genommene Anlage erstreckt sich über rund 2,75 Hektar und erreicht eine Spitzenleistung von 3,8 Megawatt. Jährlich werden rund 3,8 Millionen Kilowattstunden Strom erzeugt.
Doch nicht nur die Energieproduktion stand im Mittelpunkt. Unter den Solarmodulen habe sich im Vergleich zu den umliegenden Agrarflächen eine deutlich höhere Artenvielfalt entwickelt, berichtete Narten. Inzwischen beweiden zudem Schafe die Flächen. „Was will Natur- und Artenschutz mehr?“, fragte er augenzwinkernd.
Eigentlich sollte die Anlage im kommenden Jahr um rund ein Drittel erweitert werden. Aufgrund geplanter Änderungen am Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) sei das Vorhaben jedoch zunächst gestoppt worden. Gerd Köhler von Basche erneuerbar kritisierte die Energiepolitik der Bundesregierung. Der Anteil erneuerbarer Energien im Calenberger Land liege derzeit bei gut 30 Prozent.
Wie weitere Flächen für Solarstrom genutzt werden könnten, zeigte die zweite Station in Holtensen. Dort soll ab Herbst eine rund 6,7 Hektar große Anlage am Bahndamm der Strecke Hannover–Haste entstehen. Geplant sind 7,5 Megawatt Leistung und knapp acht Millionen Kilowattstunden Strom pro Jahr. Batteriespeicher sollen Solarstrom aus den Mittagsstunden für den späteren Verbrauch zwischenspeichern. Die EnerGo Calenberger Land beteiligt sich mit 500.000 Euro an der Finanzierung.