Auch der jüngste Umbau wäre ohne Unterstützung kaum möglich gewesen. Von 2018 bis 2026 hat die Region Hannover die Weiterentwicklung nach Angaben von Haas mit 195.000 Euro gefördert. Die Maßnahmen wurden vom Vorstand geleitet. Mit den Fördermitteln konnte zudem der Ausstellungsexperte und Historiker Dr. Olaf Grohmann eingebunden werden.
Mit der Wiedereröffnung ist die Entwicklung des Hauses allerdings nicht beendet. Museumsleiter Markus Domrowe und der Verein wollen die Ausstellung künftig stärker mit digitalen Angeboten verbinden. QR-Codes sollen Besuchern vertiefende Informationen zu einzelnen Themen und Exponaten liefern; auch Museumsbesuche über das Internet sollen ausgebaut werden. Die Historie nennt die Verbindung der „analogen“ Ausstellung mit digitalen Komponenten ausdrücklich als nächsten Entwicklungsschritt.
Daneben arbeitet das Museum mit anderen Einrichtungen zusammen, etwa mit dem Bergbauverein im thüringischen Ronneburg, der Partnerstadt Ronnenbergs, sowie im Netzwerk Industriekultur Niedersachsen. Einen besonderen Stellenwert soll die Vermittlung an Schulen in Ronnenberg und der Region Hannover haben. Führungsanfragen erreichen das Museum nach Angaben des Vereins inzwischen aus ganz Deutschland und vereinzelt aus dem europäischen Ausland.
Ganz fertig ist das Haus trotz der Wiedereröffnung noch nicht. Ergänzungen der Dauerausstellung stehen aus, außerdem sollen Entfeuchtungsanlagen angeschafft werden – bei einem Museum voller Salz keine Nebensache: Salz ist hygroskopisch und zieht Feuchtigkeit an.
Und noch eine Aufgabe sieht Haas für die kommenden Jahre. Ein Museum, das wesentlich vom Ehrenamt lebt, braucht nicht nur Besucher, sondern Menschen, die es weitertragen. „Wir wollen und müssen auch jüngere Mitglieder gewinnen“, sagt der Vorsitzende. Schließlich soll die Geschichte des Bergbaus nicht nur bewahrt werden. Sie soll auch in Zukunft weitererzählt werden.
Das Sommerfest zum 30-jährigen Bestehen des Niedersächsischen Museums für Kali- und Salzbergbau beginnt am Sonnabend, 29. August, um 11 Uhr. Das Museum befindet sich in der Straße An der Halde 10 in Empelde.Zum Auftakt erklingt das berühmte Steigerlied, musikalisch begleitet von Martin Volker. Anschließend begrüßt der Vereinsvorsitzende Otmar Haas die Gäste. Es folgen Grußworte von Ronnenbergs Bürgermeister Marlo Kratzke und der stellvertretenden