Mehr als nur Theater
Das Haus drei in Wennigsen bietet auch in den kommenden Monaten zahlreiche kulturelle Veranstaltungen

Coaching: Mit Unterstützung von Noa Wessel erarbeitet sich gerade die Theater-AG der Freien Waldorfschule Sorsum das Stück „Die Räuber – sehr frei nach Schiller“.foto: Noa Wessel
Wennigsen. Zwei Jahre ist es her, dass das Theater zwischen den Dörfern (tzdd) in neue Räume im Haus drei im Herzen Wennigsens gezogen ist. Seither soll das Gebäude an der Hauptstraße 3a nicht nur Theater sein, sondern auch Begegnung, Austausch und Gesprächen sowie neuen Ideen und Projekten Raum bieten.

Seit 2024 ist das Haus drei Arbeits- und Spielstätte des tzdd. Die Schwerpunkte liegen im Coaching von Theaterprojekten, etwa der Begleitung eines Stücks von der Entstehung bis zur Aufführung durch eine Schulklasse. Zudem werden Workshops und Kurse angeboten. Gemeinsam mit ihrem Mann Fabian betreibt Noa Wessel, die für Schauspiel, Musik, künstlerische Leitung und Regie verantwortlich zeichnet, das tzdd seit mehr als 20 Jahren.

Planungssicherheit hatte das Haus drei bislang dank einer auf drei Jahre angelegten, institutionellen Förderung der Region Hannover. Diese läuft kommendes Jahr aus und muss neu beantragt werden. „Wir sind guter Dinge, dass es weitergeht“, sagt Wessel. Aktuell arbeite das tzdd an dem Förderantrag für den Bereich der Theaterpädagogik.

Aktuell begleitet Wessel einmal mehr die Theater-AG der Freien Waldorfschule Sorsum bei den Proben zum aktuellen Stück „Die Räuber – sehr frei nach Schiller”. Öffentliche Aufführungen sind am Freitag und Samstag, 21. und 22. August, um 19.30 Uhr in der Mehrzweckhalle der Schule. Der Eintritt ist frei, um Spenden wird gebeten.

In den eigenen Räumen beginnen am 24. August die Proben zu dem Kinderstück „Selma, du machst das falsch!“ nach dem Bilderbuch von Tini Malina. Darin wird der Weg der Spinne Selma beschrieben, die in ihren Netzen keine Fliegen, sondern all das einfangen will, was sie um sich herum wahrnimmt. „Ich freue mich, dass mein Sohn Levi zum zweiten Mal bei uns die Regie führen wird“, sagt Wessel. Er hat Schauspiel in Berlin studiert und habe Engagements in Berlin, Potsdam und Cottbus.

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Das Familienstück für Kinder zwischen vier und zehn Jahren feiert am Samstag, 3. Oktober, um 15 Uhr Premiere. Die weiteren Termine sind am 4., 10. und 11. Oktober, am 28. und 29. November sowie am 5. und 6. Dezember. Gespielt wird jeweils samstags um 15 Uhr, sonntags um 11 Uhr. Karten können per E-Mail an info@tzdd.de oder per Telefon unter (05109) 5615820 reserviert werden.

Die ab September im Haus drei stattfindende Schreibwerkstatt „Wege und Irrwege oder Wie bin ich denn hier gelandet?!“ der Marien-Petri-Kirchengemeinde ist bereits ausgebucht. Interessierte sind zu der Lesung am Freitag, 27. November, um 19.30 Uhr eingeladen, wenn einige Ergebnisse daraus präsentiert werden. Der Eintritt ist kostenlos.

„Anfang Oktober starten hier die Proben der Klosterbühne Wennigsen“, berichtet Wessel von einer weiteren Aktivität. Die Bühne habe sich dieses Mal zwei Projekte vorgenommen. Zum einen wolle man ein eigenes Stück entwickeln, dessen Thema die kürzer werdende Zündschnur bei vielen Menschen sein soll. Die Theatergruppe trifft sich dazu dienstags ab 19.30 Uhr. Schnuppern ist nach Absprache mit Anja Fahrenbach unter Telefon (05103) 457970 möglich. Die Aufführungen finden dann bei freiem Eintritt am 18., 19., 20. 25., 26. und 27. Februar 2027 jeweils um 19.30 Uhr im Klostersaal statt.

Die Proben zum zweiten Stück „Pas de deux“ von John Birke sollen im Januar starten. Auch hier gehe es um Kommunikationsprobleme, dieses Mal allerdings bei einem Paar, das sich in späten Jahren gefunden hat und nun alles richtig machen möchte. Es spielen Anja Fahrenbach und Yorck Heerhorst.

„Wir möchten auch die Dorfgespräche an der Sonnenuhr fortführen“, sagt Wessel. Die Idee dazu sei 2025 in der Vorbereitungsgruppe für die Gedenkveranstaltung zum 9. November entstanden. Geplant seien vierteljährliche Termine. Nach der Initiative von Timo Röss von der Wennigser Jugendpflege, Barbara Krüger, Susanne Wolter sowie dem Ehepaar Wessel hatte im Mai das erste Dorfgespräch auf dem Forge-les-Eaux-Platz stattgefunden. „Es gibt einen Bedarf an Gespräch und Austausch unabhängig von Gruppierungen“, sagt Wessel.

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