Gute Nachrichten gab es unlängst auch bezüglich der „Sportmilliarde“ des Bundes, wovon der Rewe-Sportpark in Barsinghausen profitiert. Etwa eine halbe Million Euro fließen dorthin. Der geförderte Umbau im Sportpark ist eine Kooperation mehrerer Vereine. Beteiligt sind der TSV Barsinghausen, der Tennis-Club (TC) Rot-Weiß und der Barsinghäuser Tennisverein (TV).
Bei dem Sportpark handelt es sich um eine Maßnahme aus dem neuen Sportentwicklungsplan der Stadt. Der empfiehlt eine Modernisierung der Sportanlagen an der Langenkampstraße. Kern der Strategie für den Rewe-Sportpark sind ein neuer Kunstrasenplatz, zwei Padelplätze sowie eine Multifunktionsanlage für den TSV Barsinghausen, den TC Rot-Weiß und den Barsinghäuser TV. „Die Anwerbung von 45 Prozent Gesamtkosten sichert die Chancen zur Umsetzung eines Großprojekts mit den drei Vereinen vor Ort bis 2031“, sagt Stadtsprecherin Drewnitzky.
Leer ausgegangen bei Fördergeldern sind bisher das Deisterbad und das Freibad Goltern. Für Schwimmbäder hat der Bund inzwischen aber noch mal ein Extraprogramm aufgelegt. Da der Schwerpunkt im Bereich der Bädersanierung liege, habe sich die Stadt hierauf mit dem Freibad Goltern beworben, bestätigt die Verwaltung. Mit einer Entscheidung sei aber wohl nicht vor September zu rechnen, schätzt Drewnitzky.
Der Rat der Stadt Barsinghausen hatte sich unlängst für einen dauerhaften und uneingeschränkten Betrieb des Freibads Goltern ausgesprochen. Das heißt: Es soll nicht nur die marode und teilweise schon kaputte Filterkesselanlage ausgetauscht werden, was nach der neuesten Kalkulation alleine inzwischen etwa 690.000 Euro kostet. Der Ratsbeschluss sieht ein umfassendes Sanierungspaket für das Freibad vor, das von einem privaten Verein betrieben wird. Darin sind dann unter anderem für das mehr als 60 Jahre alte Freibad auch neue und zeitgemäße Edelstahlbecken vorgesehen, um die Wasserführung zu verbessern. Geschätzte Gesamtinvestitionskosten laut vorliegendem Gutachten: 10 bis 12 Millionen Euro.
Eine Investition im mittleren zweistelligen Millionenbereich wird das neue Sport- und Familienbad werden, das das über 50 Jahre alte und reparaturanfällige Deisterbad in Barsinghausen ersetzen soll. Kalkuliert wird mit Kosten von mehr als 30 Millionen Euro. Ein entsprechender mehrheitlicher Ratsbeschluss fiel vor knapp 15 Monaten.
Was seitdem seitens der Verwaltung passiert ist: „In den letzten Monaten wurden verschiedene Untersuchungen zu Gesellschafterformen durchgeführt, mit denen der Bäderbetrieb umgesetzt werden könnte“, teilt Stadtsprecherin Drewnitzky auf Nachfrage mit. Zudem habe der Fachbereich Bau und Planung mögliche Plätze und Orte für einen Hallenbadneubau – inklusive des aktuellen Standorts – in Bezug auf planerische Aspekte untersucht, etwa hinsichtlich der Verkehrsanbindung und Wärmegewinnung.
„Die Ergebnisse der Untersuchungen werden nun zusammengeführt und evaluiert“, skizziert Stadtsprecherin Drewnitzky den weiteren Fahrplan. Daraus werde die Verwaltung dann Vorschläge erarbeiten, wie weiter verfahren werden könnte. „Besonders die Frage nach dem Betreibermodell stellt einen großen Einfluss auf das benötigte Investitionsvolumen dar, weshalb eine ausführliche Bewertung vorgenommen werden muss.“