Sporthalle am Delfi-Bad:Bau soll im Mai starten
Gehrden bekommt eine neue Dreifeld-Halle –fünf Generalunternehmer haben bereits Interesse bekundet.

Platz für die neue Halle: Auf dem Gelände des Delfi-Bades soll die neue Dreifeld-Halle errichtet werden.Foto: Dirk Wirausky
Gehrden. Seit Jahren werden in Gehrden von den Schulen und den Sportvereinen mehr Hallenzeiten eingefordert. Das Problem: Es stehen aktuell nicht genügend Sporthallen zur Verfügung. Doch das wird sich in absehbarer Zeit ändern. Am Delfi-Bad soll eine neue Halle entstehen, mehrere Unternehmen interessieren sich bereits für das Projekt.

Nach mehrjähriger Diskussion und zahlreichen Vorschlägen hatte der Rat vor fünf Jahren bereits die Grundsatzentscheidung für den Standort einer neuen Sporthalle auf dem Gelände des Delfi-Bads getroffen. Die rechtlichen und finanziellen Rahmenbedingungen für das konkrete Bauverfahren wurden im Dezember vergangenen Jahres vom Rat verabschiedet.

Dies war der rechtliche Startschuss, um Angebote von Generalunternehmern für den Bau einzuholen. Diese übernehmen die detaillierte Bauplanung und den Bau. Schlüsselfertig wird die Halle vermutlich etwa 15 Millionen Euro kosten. Wäre die Stadt selbst als Bauherr aufgetreten, hätte der Komplex etwa 2 Millionen Euro mehr gekostet.

Geplant ist eine klassische Dreifeldsporthalle ohne Tribüne, die für den Schul- und Vereinssport ausgestattet wird. Mitgedacht werden im Zuge des Neubaus auch die Toilettenanlage sowie Lagerräume für das Freibad. Das etwa 2400 Quadratmeter große Gebäude soll zudem diverse Funktionsräume umfassen.

Aktuell laufe das Verfahren, berichtet Bürgermeister Malte Losert (parteilos). Fünf Generalunternehmen hätten ihr Interesse bekundet. Nun haben sie Gelegenheit, einen ausgereiften Entwurf einzureichen. Im August soll die Verhandlungsphase beginnen. Im November soll einem Unternehmen schließlich der Auftrag erteilt werden. Den Baubeginn visiert Losert für Mai nächsten Jahres an. Er rechnet mit einer Bauzeit von etwa anderthalb Jahren.

Offen ist derweil, wie es mit der bestehenden Großsporthalle an der OBS/IGS weitergeht: Zur Debatte stehen Sanierung und Modernisierung oder Abriss und Neubau. Zurzeit wird eine Machbarkeitsstudie durchgeführt. Darin soll geprüft werden, ob ein Erhalt oder eben ein Neubau wirtschaftlich sinnvoll ist. Die Vorstellung der Ergebnisse ist für Ende August geplant. „Zielsetzung sollte der Erhalt der Bausubstanz sowie eine Weiternutzung während der Sanierung sein“, teilt Stadtsprecher Frank Born mit.

Die Sporthallen im Stadtgebiet sind aktuell teils bis in die Abendstunden durch die Schulen belegt. Neben den Schulen nutzen die Sportvereine die Hallen. Auch an den Wochenenden sind die Hallen durch Turniere, Wettkämpfe und Trainingseinheiten fast ganztägig belegt. Seit Jahren klagen die Sportlerinnen und Sportler über fehlende Hallenzeiten.

Mit dem Sporthallenbau ist Losert seit Jahren vertraut. Er hat in der Vergangenheit in der Arbeitsgruppe Zukunftsplan Sport intensiv an dem Projekt mitgearbeitet und Pläne entwickelt. Die Arbeitsgruppe hatte vor sechs Jahren vorgeschlagen, die Halle auf dem Freibadgelände zu bauen. Ursprünglich sollte die Halle „ballsportarm“ konzipiert werden. Aber die Analyse im Vorfeld der Bedarfe von Schulen und Vereinen hat gezeigt, dass auch Ballsport in die Halle muss. „Daher wurde die Ausschreibung für den Bau entsprechend ausgeschrieben“, sagt Losert.

Daran hatten sich auch die Politikerinnen und Politiker orientiert. Die neue Halle soll nach Wunsch der politischen Mehrheit neben dem Delfi-Bad gebaut werden – angrenzend an die Schulstraße, und damit in der Nähe der Schulen.



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