Skaten, chillen und Basketball spielen
Der neue attraktive Jugendplatz am Rodelberg in Empelde ist eröffnet. Zahlreiche Jugendliche machen sich am ersten Tag ein Bild von dem neuen Angebot.

Viel Betrieb: Schon vor der offiziellen Eröffnung sind zahlreiche Kinder mit Inlinern, Rollern und BMX-Rädern auf der Anlage unterwegs.Fotos: Uwe Kranz
Empelde. Auf der neuen Betonfläche neben dem Rodelberg in Empelde ist das Gewusel groß. Kinder und Jugendliche fahren auf Inlinern, Rollern und BMX-Rädern durcheinander, die verschiedenen Rampen hoch und wieder runter. „Es macht viel mehr Spaß, als ich gedacht habe“, sagt der zwölfjährige Filip begeistert. Nebenan hat sich eine Traube Jugendlicher um einen Basketball geschart; alle versuchen, mit Bällen in den Ring zu treffen. Es ist viel los bei der Eröffnung des neuen Jugendplatzes der Stadt.

Bürgermeister Marlo Kratzke (SPD) lässt es sich nicht nehmen, gemeinsam mit der zwölfjährigen Hevi eine rote Schleife zur Freigabe der Freizeitfläche durchzuschneiden. „Mit dem neuen Skatepark schaffen wir einen Ort, der von jungen Menschen für junge Menschen mitgestaltet wurde. Die große Resonanz bei der Eröffnung zeigt, wie wichtig solche frei zugänglichen Bewegungs- und Begegnungsräume für unsere Stadt sind“, sagt er. Mit dabei sind auch die städtische Freiflächenplanerin Vanessa Seewöster sowie Jens Krannich vom beauftragten Planungsbüro GrünPlan (aus Hannover) und David Jablonski, der mit seiner Firma Endboss für die Gestaltung des Skatebereichs verantwortlich zeichnet.

„Es ist uns wichtig, dass wir den Platz nicht an den Wünschen der Jugendlichen vorbei geplant haben“, stellt Seewöster fest. Nach einer Umfrage unter der Zielgruppe wurden die Bestandteile des Platzes – Skateanlage, Basketballfeld, Fitnessanlage, Tischtennisplatte und Sitzplätze – eingeplant. Während eines Workshops zur Skateanlage einigten sich die Jugendlichen auf ein für Anfängerinnen und Anfänger geeignetes Niveau mit einigen schwierigeren Elementen. Der Großteil der Gesamtkosten, 250.000 von rund 320.000 Euro wurde durch Förderprogramm finanziert: Das Amt für regionale Landesentwicklung bewilligte 150.000 Euro, von der Region Hannover gab es 100.000 Euro.

Nicht nur die Kinder und Jugendlichen, auch die städtische Jugendpflege bekam einen Wunsch erfüllt: Neben der Skateanlage wurde eine Fläche für das Jugendmobil eingerichtet, von der aus das Jugendzentrum kleine Veranstaltungen ausrichten kann. Dort verteilten die Mitarbeiter während der Eröffnung kostenlose Burger an die zahlreichen Besucherinnen und Besucher – einige waren in Familienstärke erschienen, um die attraktive Freizeitfläche in Augenschein zu nehmen.

Rund 600 Quadratmeter umfasst der Jugendplatz, von denen eigentlich 450 auf die Skatefläche entfallen. Allerdings – und das ist der Clou der Planer – greifen diese Fläche mit dem Basketballfeld so ineinander, dass sie zum Teil für beide Bereiche genutzt werden können. So bieten die Füße des Basketballkorbes weitere Trickelemente zum Skaten.

Damit die Fläche möglichst das ganze Jahr genutzt werden kann, ist der Platz bei Dunkelheit beleuchtet. Dafür gibt es eine Zeitschalteinrichtung, die in Intervallen aktiviert werden kann, damit die Laternen den Jugendplatz auch nur bei Bedarf ausleuchten. Diese Einrichtung sei noch nicht komplett fertig. Es müssten noch Leitungen verlegt werden, berichtete Seewöster. Bis es das Tageslicht im Herbst erfordert, soll das aber auch abgeschlossen sein.

Und auch in der Nachbarschaft tut sich viel: Gleich hinter einem Zaun erstreckt sich ein neues Beachhandballfeld des TuS Empelde. Daneben werfen einige Spieler eifrig Pétanque-Kugeln über die ebenfalls frisch errichtete Spielfläche. „Es fehlt eigentlich nur noch das Haus“, sagt die Vereinsvorsitzende Christiane Pohlmann über den Fortschritt des neuen Vereinsgeländes. Da wird es wohl schon bald die Gelegenheit für eine weitere Einweihung geben.



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