Paten gesucht
Die Pestalozzi-Stiftung und die Region Hannover helfen mit dem Projekt „Ankerzeiten“ Kindern psychisch kranker Eltern

Levin (rechts) ist glücklich: Er hat in Tim N. einen Paten gefunden.Foto: Tim N.
Ronnenberg. Levin und Tim N. sitzen vor einer Eisdiele. Die beiden haben sichtlich Spaß miteinander, plaudern, lachen. Die beiden treffen sich seit vier Jahren. Tim N. hat sich als ehrenamtlicher Pate für Levin gemeldet. Jede Woche entscheiden sie gemeinsam, was sie unternehmen möchten: eine Fahrradtour, ein Vogelhäuschen bauen, durch den Wald stromern, Pizza backen. Und ein Eis zu essen gehört auch dazu.

Seit fünf Jahren hat die Pestalozzi-Stiftung in Kooperation mit der Region ein Patenschaftsangebot für Kinder psychisch belasteter Eltern. Viele Patenschaften bestehen seit mehreren Jahren. Psychische Belastungen oder Erkrankungen eines Elternteils wirken sich oft auf die ganze Familie aus. Die betroffenen Eltern benötigen Zeit und Ruhe für sich. Auch die Kinder spüren diese Belastungen. Ziel des Projekts „Ankerzeiten“ ist es, den Mädchen und Jungen eine unbeschwerte Zeit in ihrem schwierigen und oft belastenden Alltag zu ermöglichen. Das Kind erhält dadurch zusätzliche Aufmerksamkeit und Anregungen auch außerhalb seines Elternhauses, so die Idee dahinter. Die Familie wird durch eine vertrauensvolle Bezugsperson für ihr Kind entlastet.

Levin ist glücklich – er hat seinen Paten gefunden. Für wartende Kinder in Ronnenberg und Umgebung sucht „Ankerzeiten“ dagegen noch engagierte Ehrenamtliche für eine Patenschaft. „Alle Patinnen und Paten werden von uns für diese ehrenamtliche Tätigkeit umfänglich geschult“, sagt Koordinatorin Caroline Weiner. Alle Beteiligten werden während der Patenschaft begleitet und beraten. Die Ehrenamtlichen verbringen circa einmal in der Woche zwei bis drei Stunden Freizeit mit ihrem Patenkind. Interessierte sind heute um 18 Uhr eingeladen zu einer Online-Infoveranstaltung. Die Anmeldung erfolgt über eine E-Mail an patenschaftsangebot@pestalozzi-stiftung.de. Weitere Informationen sind bei den Koordinatorinnen Friederike Raupach, Telefon (0151) 58262045, und Caroline Weiner, (0151) 58262036, erhältlich.

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