Diese Schwimmbäder
gibt es im Calenberger Land
Stadt Gehrden erwartet bis zu 2000 Besucher pro Tag. Doch auch die Freibäder in Goltern, Empelde
und Wennigsen bereiten sich auf die Hitzewelle vor. Alle Infos zu Öffnungszeiten, Preisen und Besonderheiten.

Über Pfingsten geschlossen: Der Wasserpark Wennigsen hat Probleme mit der Wasserqualität und muss deshalb an der Beckenfolie und dem Filter nachbessern.André Pichiri
Region. Die erste große Hitzewelle hat die Region Hannover erreicht. Schon seit Donnerstag steigen die Temperaturen deutlich an. Für das Wochenende rechnen Meteorologen mit Temperaturen von mehr als 30 Grad, örtlich sogar bis zu 35 Grad. Für viele Menschen aus dem Calenberger Land dürften damit Freibäder zum beliebtesten Ort der Region werden.

Besonders groß dürfte der Andrang im Delfi-Bad in Gehrden werden. Die Stadt rechnet am Sonnabend und Sonntag mit jeweils 1500 bis 2000 Besucherinnen und Besuchern. „Natürlich rechnen wir mit vielen Besuchern“, sagt Stadtsprecher Frank Born. Wer Wartezeiten vermeiden möchte, sollte möglichst früh kommen. Die Stadt empfiehlt die Anreise bereits zwischen 8 und 11.30 Uhr.

Die gute Nachricht: Nach den technischen Problemen zum Saisonstart stehen inzwischen alle Bereiche wieder uneingeschränkt zur Verfügung. Liegewiese, Becken und Rutschen können vollständig genutzt werden. Einen Einlassstopp müssen Badegäste nach Angaben der Stadt trotz des erwarteten Andrangs nicht befürchten. Das Freibadgelände verfüge über ausreichend Kapazitäten. Einlassbeschränkungen seien zuletzt nur während der Corona-Pandemie notwendig gewesen, so Born.

Das Bad öffnet am Wochenende bereits um 8 Uhr und schließt um 19 Uhr, bei schönem Wetter ist eine Verlängerung bis 19.45 Uhr möglich. Der Eintritt kostet für Erwachsene 4,50 Euro und für Kinder und Jugendliche 3 Euro.

Auch in Barsinghausen im Freibad Goltern rechnen die Verantwortlichen mit einem Besucheransturm. Schwimmmeisterin Antje Berkenkamp erwartet viele Gäste. Am Sonnabend und Sonntag dürfte es ihrer Einschätzung nach richtig voll werden. Das Freibad kann maximal 1300 Besucher aufnehmen. Wird diese Grenze erreicht, wird der Einlass gestoppt. „Für jeden, der das Bad verlässt, darf jemand anders rein.

Gerade Schwimmer sollten ihren Besuch besser gut planen. Denn wenn das Schwimmbad voll ist, werde es schwierig, im 25-Meter-Becken ungestört Bahnen zu ziehen, so Berkenkamp. Deshalb empfiehlt sie das Frühschwimmen unter der Woche zwischen 6 und 8 Uhr. Am Wochenende gibt es dieses Angebot nicht. Dann öffnet das Bad erst um 11 Uhr – und an heißen Sommertagen wird es nach Einschätzung der Schwimmmeisterin oft schon kurze Zeit später rappelvoll.

Wer am Wochenende schwimmen und nicht nur planschen möchte, sollte deshalb möglichst direkt zur Öffnung kommen. Geöffnet ist das Freibad am Wochenende von 11 bis 20 Uhr, und der Eintritt kostet für Erwachsene 4 Euro. Kinder und Jugendliche zahlen 2 Euro. Neben Schwimmer- und Nichtschwimmerbereich gibt es Beachvolleyball, Basketball, Tischtennis, Soccerfeld und weitere Freizeitangebote.

Eine Besonderheit: Das Wasser wird nicht beheizt. Nach mehreren heißen Tagen steigen die Temperaturen im Becken jedoch deutlich an. „Wir sagen immer: Ab dem dritten Tag ist Sommer“, sagt die Schwimmmeisterin.

Wer warmes Wasser bevorzugt, könnte im Freibad Empelde die passende Alternative finden. Das Bad wurde 2016 und 2017 vollständig saniert und verfügt über beheizte Schwimmer- und Nichtschwimmerbecken mit einer Wassertemperatur von rund 24 Grad.

Nach Angaben der Stadt dürfen sich maximal 1600 Badegäste gleichzeitig im Freibad aufhalten. Einen Einlassstopp gab es bislang aber erst einmal – am Dienstag nach Pfingsten.

Besonders Familien kommen hier auf ihre Kosten. Neben einer extra breiten Rutsche gibt es ein Kleinkindbecken mit Spritzfiguren, einen Sandkasten, Schaukeln und große Liegewiesen mit altem Baumbestand. Dazu kommen Beachvolleyball, Basketball, Tischtennis und ein Kiosk mit Imbiss.

Feste Empfehlungen für die beste Besuchszeit möchte die Badleitung allerdings nicht geben. „Das wäre Kristallkugelraten“, sagt Daniel Schiefer vom Bereich Freibad.

Während der Hauptsaison hat das Freibad täglich von 10 bis 20 Uhr geöffnet. Erwachsene zahlen 4 Euro Eintritt, Kinder und Jugendliche 2 Euro.

Wer dem größten Andrang entgehen möchte, könnte im Wasserpark Wennigsen eine Alternative finden. Anders als in Goltern und in Empelde gibt es dort bislang keinen Einlassstopp. Zwar schätzt der Förderverein die reguläre Kapazität auf etwa 700 bis 1000 Badegäste, nach Angaben von Vorstandsmitglied Sigrid Röhrbein waren in Spitzenzeiten aber auch schon rund 2000 Besucher gleichzeitig auf dem Gelände. „Wir haben bisher immer alle reingelassen“, sagt Röhrbein.




Möglich wird das vor allem durch die großzügigen Liegewiesen des Naturbades. Die Anlage umfasst fast 2000 Quadratmeter Wasserfläche mit Schwimmer- und Nichtschwimmerbereich, Sprungfelsen, Schwimminseln und Flachwasserzonen. Hinzu kommen große Liegewiesen mit altem Baumbestand, ein Wasserfall, Beachvolleyball, Tischtennis und ein großer Spielbereich für Kinder. Geöffnet ist der Wasserpark am Wochenende von 10 bis 19.30 Uhr. Für den Eintritt zahlen Erwachsene 4,50 Euro, Kinder und Jugendliche 2,50 Euro.

Für viele Besucher dürfte gerade die natürliche Umgebung und Atmosphäre ein Pluspunkt sein – insbesondere an heißen Tagen. Das Naturbad liegt direkt am Deister und verzichtet vollständig auf Chlor. Stattdessen sorgen Wasserpflanzen, Regenerationsteiche und biologische Filterprozesse für sauberes Wasser. Wer einen ruhigen Platz sucht, sollte möglichst direkt zur Öffnung um 10 Uhr kommen, so Röhrbein.

Für Badegäste im Calenberger Land gilt damit vor allem eines: Wer früh kommt, hat die besten Chancen auf einen entspannten Platz am Wasser – egal ob in Gehrden, Goltern, Empelde oder Wennigsen.





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