„Dieses Projekt zeigt eindrucksvoll, wie erfolgreich Naturschutz vor Ort sein kann, wenn engagierte Ehrenamtliche, Landwirte und die Verwaltung an einem Strang ziehen“, sagt Bürgermeister Henning Schünhof. „Aus einem gewöhnlichen Wegrand ist innerhalb kurzer Zeit ein ökologisch wertvoller Lebensraum entstanden, der nicht nur Insekten und Vögeln zugutekommt, sondern auch für viele Menschen ein schönes Naturerlebnis bietet.“
Die derzeit blühenden Margeriten sind dabei nur ein Teil der Entwicklung. Zahlreiche weitere Wildblumen befinden sich bereits im Wachstum und werden die Fläche im Verlauf des Sommers zusätzlich bereichern. Besonders an windstillen Tagen lassen sich dort Hummeln, Wildbienen und verschiedene Schmetterlingsarten beobachten.
Nach Angaben des NABU wurden auf der Fläche bereits mehrere bemerkenswerte Arten nachgewiesen. Dazu gehören unter anderem der Baumweißling, der Kleine Sonnenröschen Bläuling und das Hornkraut-Tageulchen. Auch Rebhühner wurden dort mehrfach gesichtet. Im vergangenen Jahr brütete zudem eine Schafstelze in unmittelbarer Nähe.
Der Saumstreifen übernimmt dabei eine wichtige Funktion im Biotopverbund. Er verbindet die Gewässerschutzstreifen entlang von Schleifbach und Stockbach und schafft so zusätzliche Lebens- und Wanderkorridore für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten.
„Der Erfolg des Projekts macht deutlich, dass auch vergleichsweise kleine Flächen einen großen Beitrag zum Erhalt der biologischen Vielfalt leisten können“, betont Schünhof. „Solche Maßnahmen sind wichtige Bausteine für eine nachhaltige Stadtentwicklung und zeigen, wie Naturschutz direkt vor unserer Haustür funktioniert.“
Wer die Blütenpracht erleben möchte, sollte die kommenden Tage nutzen. Der Bereich ist gut zu Fuß oder mit dem Fahrrad erreichbar. Der angrenzende Feldweg dient jedoch ausschließlich dem landwirtschaftlichen Verkehr sowie Einsatzfahrzeugen und sollte entsprechend freigehalten werden.