Zwei städtische Mitarbeiter sind jeden Tag in den Ortsteilen unterwegs, teils zu Fuß, teils in einem von der Stadt eigens dafür angeschafften Fahrzeug. Dabei sind die Streifen vormittags und nachmittags aktiv, zweimal pro Woche auch bis 20 Uhr. Dabei sollen sie nicht nur Verstöße aufnehmen, sondern mit ihrer Präsenz auch potenziellen Verstößen vorbeugen, berichtet Rohland. Das Team wird von zwei weiteren Mitarbeitern komplettiert. Einer ist für die Bearbeitung der Fälle im Innendienst zuständig, der andere für Kontrollen abgemeldeter Pkw, Adressermittlungen, den Zeugendienst und weitere Aufgaben.
Als positiv bewertet die Teamleiterin auch die zusätzlich eingeführten Streifen des KOD zusammen mit dem Polizeikommissariat Ronnenberg. Einmal monatlich sind die Ordnungshüter gemeinsam im Stadtgebiet unterwegs. Dabei orientieren sich die Einsatzschwerpunkte an der aktuellen Beschwerdelage der zuständigen Ordnungsbehörden und werden im Rahmen einer fortlaufenden Abstimmung festgelegt. Der hierfür erforderliche Austausch erfolge kontinuierlich über persönliche Gespräche, telefonische Abstimmungen und im schriftlichen Verfahren, so Rohland.
Insgesamt registrierte der KOD 305 Verstöße, Feststellungen oder Kontrollen im ersten Quartal 2026. Dabei habe es sich in 64 Fällen (21 Prozent) um Aufnahmen aufgrund der Verordnung über die öffentliche Sicherheit gehandelt, berichtet Rohland. Darunter waren 48 Verschmutzungen öffentlicher Flächen und Anlagen, zum Beispiel mit Müll. In vier Fällen konnte der KOD die Verursacher feststellen.
Weitere Verstöße gegen die Verordnung zur öffentlichen Sicherheit bezogen sich laut Teamleiterin unter anderem auf die Bereiche unerlaubtes Verdecken von Straßenrinnen (Bordsteinrampen). Hinzu kamen Fälle von früh oder zu lange auf öffentlichen Flächen abgestellten Mülltonnen und das Fütterungsverbot von Wildtieren wie Tauben in öffentlichen Anlagen. Ferner ahndeten die Streifen Verstöße gegen das Verbot von Schottergärten (85), gegen die Hundesteuersatzung (26) sowie Standortkorrekturen von E-Scootern und Fahrrädern (58).
Der Außendienst kontrolliert im Rahmen der täglichen Streife aber auch Hundehalter hinsichtlich der Steuermarke und mitgeführter Kotbeutel. Dabei seien insgesamt 26 Verstöße gegen die Hundesteuersatzung festgestellt worden. Überprüfungen ergaben zudem, dass vier Hunde nicht zur Steuer angemeldet waren.
Das Team ging auch gegen den sogenannten Schrottplatz Empelde vor. Dazu überprüften sie insgesamt 116 abgemeldete Fahrzeuge im öffentlichen Raum. 106 davon seien innerhalb der gesetzten Frist von ihrem Standplatz entfernt worden. Zehn Fahrzeuge meldete der KOD nach Ablauf der jeweiligen Frist dem Zweckverband Aha zur Entsorgung. Vier davon seien dann tatsächlich abgeschleppt worden, berichtet Rohland.
Nicht jeder Verstoß, den der KOD feststellt, zieht automatisch ein Bußgeld nach sich. Allerdings kann es auch empfindlich teuer werden. Die Verordnung sieht in extremen Fällen Beträge bis zu 5000 Euro vor.