Eine Strecke „zum Austoben“
Kita-Leitung bedankt sich: Das Engagement des Fördervereins sei „außergewöhnlich“

So soll die Strecke auf dem Kita-Gelände neben dem Gehrdener Krankenhaus aussehen. Mit der Umsetzung könnte zeitnah begonnen werden. skizze: privat
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„Wir sehen schon seit Beginn viel Potenzial in unserer Außenfläche. Die Idee, dort eine Verkehrswelt für die Kinder zu schaffen, ist einfach klasse. Das Engagement des Fördervereins ist außergewöhnlich und schafft etwas Besonderes für unsere Kinder. Wir sind Frau Oberländer und allen Beteiligten dafür überaus dankbar“, sagt Laureen Grziwa, seit einem Jahr Leitung der Klax Kita am Wald.

Für die Kinder soll die Strecke vor allem ein neuer Ort zum Spielen sein: „Die Kinder haben dann eine tolle Strecke, wo sie sich austoben und Rennen fahren können“, sagt die Initiatorin. Und ganz nebenbei geht es auch darum: Rücksicht nehmen, Verkehrszeichen verstehen und potenzielle Gefahren früh erkennen.

Der Weg dorthin war allerdings deutlich steiniger als erwartet.

Am 18. Januar dieses Jahres verschickte Oberländer die ersten E-Mails. Aus einigen wurden viele. Bis heute habe sie rund 500 Unternehmen angeschrieben – zunächst in Gehrden und den umliegenden Orten, später in der ganzen Region. „Von vielen kam leider gar keine Rückmeldung“, erzählt sie. Selbst Absagen seien oft ausgeblieben.

Mehrere Garten- und Landschaftsbauunternehmen zeigten Interesse. Zwei Firmen hätten sich das Gelände sogar angeschaut. Angebote seien jedoch nie gekommen. Die Frustration wuchs.

Die Wende kam erst, als sie Jan Raudonat aus Ronnenberg kennenlernte. Bei einem Treffen vor Ort war der Unternehmer sofort von der Idee begeistert. Noch in derselben Woche legte er ein Angebot auf den Tisch. „Seine Firma hat bei den Planungen unterstützt und soll nun beim Bau der Strecke helfen“, berichtet Oberländer.

Dass das Projekt heute kurz vor der Umsetzung steht, ist letztlich dem Engagement vieler Menschen zu verdanken.

Mehrere Firmen aus Gehrden und der gesamten Region haben die Idee des Förderverins bereits durch Spenden unterstützt. „Ohne diese Unterstützung hätten wir das Projekt nie so weit bringen können. Jetzt hoffen wir, dass die letzten Mittel noch zusammenkommen“, betont Oberländer. Der Förderverein dankt allen Spendern – ob Unternehmen, Privatpersonen oder Institutionen – für ihr Vertrauen in die Idee.

Ein Teil der bisherigen Spenden, rund 1.250 Euro, kam über eine Spendenaktion bei GoFundMe zusammen. Einen weiteren Schub brachte ein Flohmarkt auf dem Gehrdener Marktplatz. Dort verkauften Mitglieder des Fördervereins, Eltern und das Kita-Team Kuchen, Waffeln und Hotdogs. Das Ergebnis überraschte selbst die Beteiligten: An einem Tag flossen mehr als 1.100 Euro in die Kasse.

Wenn alles nach Plan läuft, rollen schon im Sommer dieses Jahres die ersten Bobbycars durch den Kreisverkehr.

Doch unabhängig davon, wann die letzten Spenden eingehen, hat das Projekt schon jetzt gezeigt, was ehrenamtliches Engagement bewegen kann. Aus einer Idee auf dem Smartphone wurde innerhalb weniger Monate ein Vorhaben, das viele Kinder noch über Jahre begleiten dürfte.

Wer helfen möchte, kann sich an den Förderverein wenden – per E-Mail an fv.kitaamwald@ gmail.com.

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