Vom Taubblindenwerk in
die Stadtverwaltung
Beim Duo Day übernimmt Sonja Krampitz Aufgaben im Barsinghäuser Botendienst

Erfolgreiche Aktion: Die Stadt Barsinghausen beteiligt sich am Duo Day und bietet Menschen mit Behinderungen Einblicke in die Arbeit.foto: privat
Barsinghausen. Post sortieren, Büromaterial ausgeben – und die Abläufe einer Stadtverwaltung kennenlernen: Für Sonja Krampitz vom Deuteschen Taubblindenwerk Hannover stand beim diesjährigen Duo Day ein besonderer Arbeitstag auf dem Programm. Die Stadt Barsinghausen beteiligte sich erneut an dem Aktionstag, der Menschen mit Behinderungen Einblicke in verschiedene Berufsfelder ermöglichen soll – und nahm Krampitz mit auf Tour.

Krampitz begleitete zunächst den Botendienst der Stadtverwaltung und arbeitete dabei mit den Beschäftigten Anika Beck und Heribert Wiesner zusammen. Zu ihren Aufgaben gehörten beispielsweise das Sortieren der ein- und ausgehenden Post, das Packen und Beladen von Postkisten für die interne Verteilung sowie die Ausgabe von Büromaterial an Mitarbeitende der Verwaltung. Zudem unterstützte sie bei Kopier- und Laminierarbeiten.

Zudem lernte Krampitz weitere Bereiche der Stadtverwaltung kennen: Laut Pressemitteilung standen unter anderem Besichtigungen der Rathäuser I und II, der Barsinghäuser Beschäftigungsinitiative sowie des Materiallagers auf dem Programm. Dadurch erhielt die Gästin einen Eindruck von den unterschiedlichen Arbeitsfeldern innerhalb der Verwaltung.

Der Duo Day bringt Menschen mit Behinderungen und Unternehmen oder öffentliche Einrichtungen zusammen. Für einen Tag bilden Teilnehmende und Beschäftigte ein Tandem und verbringen den Arbeitsalltag gemeinsam. Ziel des Aktionstages ist es, Einblicke in Berufe zu ermöglichen und den Austausch zwischen Menschen mit und ohne Behinderung zu fördern.

Bürgermeister Henning Schünhof bewertet die Teilnahme der Stadt am Programm als „wichtigen Beitrag zur Inklusion“. Der Duo Day zeige, welche Bedeutung Begegnungen und gemeinsame Erfahrungen im Arbeitsalltag hätten, erklärte er. Menschen mit Behinderungen erhielten so die Möglichkeit, verschiedene Tätigkeitsfelder kennenzulernen und ihre Fähigkeiten einzubringen. Zugleich könnten auch die Beschäftigten neue Perspektiven gewinnen.

Auch die Schwerbehindertenvertretung der Stadt, Franziska Zufall, zog eine positive Bilanz des Aktionstages. Der direkte Austausch und das gemeinsame Arbeiten machten aus ihrer Sicht den besonderen Charakter des Duo Day aus. Solche Begegnungen könnten dazu beitragen, das gegenseitige Verständnis zu stärken und Vielfalt im Arbeitsalltag sichtbarer zu machen.

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