Dichter Rauch und mehrere Verletzte
Verschiedene Ortsfeuerwehren aus Barsinghausen und das DRK üben in Eckerde für den Ernstfall

Üben für den Ernstfall: Bei der Übung in Eckerde waren 85 Feuerwehrleute involviert.fotos: Stadtfeuerwehr Barsinghausen
Eckerde. Das Szenario klang bedrohlich: Auf dem Gelände einer Abfallfirma in Eckerde gab es eine unklare Rauchentwicklung. Gleich mehrere Ortsfeuerwehren aus Barsinghausen und das DRK wurden alarmiert. Es war allerdings nur eine Einsatzübung, um bestmöglich auf den Ernstfall vorbereitet zu sein.

„Ziel der Übung war das koordinierte Vorgehen bei einem komplexen Schadensereignis mit mehreren Verletzten und unterschiedlichen Einsatzlagen“, teilte die Feuerwehr mit. Die ersten Einsatzkräfte der Ortsfeuerwehren Eckerde, Großgoltern und Nordgoltern stellten beim Eintreffen fest, dass sich auf dem Holzlagerplatz ein größeres, offenes Feuer entwickelt hatte. Dichter Rauch war bereits in eine angrenzende Halle gezogen, in der zwei Werkstattmitarbeiter vermisst wurden.

Parallel dazu ereigneten sich weitere Schadenslagen auf dem Betriebsgelände. In einer zweiten Halle hatte ein Staplerfahrer mehrere Paletten und Gitterboxen umgefahren. Eine Person wurde dabei unter dem Material eingeklemmt. In einer weiteren Halle war ein Arbeiter bei Wartungsarbeiten in eine Ballenpresse gestürzt und musste besonders schonend aus dem Schacht der Maschine gerettet werden. Zusätzlich wurde auf einem Sattelauflieger ein Arbeiter simuliert, der beim Beladen mit einem Bagger von Styroporsäcken verschüttet worden war.

„Aufgrund der Vielzahl der Einsatzstellen wurde die Alarmstufe erhöht und die Ortsfeuerwehren Göxe, Stemmen und Barsinghausen nachalarmiert“, so die Feuerwehr. Mehrere Trupps unter Atemschutz gingen gleichzeitig zur Menschenrettung und Brandbekämpfung vor. Von außen wurde ein umfassender Löschangriff aufgebaut. Die Wasserversorgung erfolgte über Hydranten vor dem Betriebsgelände.

Zur Rettung der eingeklemmten Person unter den Gitterboxen kamen Hebekissen zum Einsatz. Für die technische Rettung des verunglückten Arbeiters aus der Ballenpresse wurde zusätzlich die zur Fachgruppe Absturzsicherung gehörende Ortsfeuerwehr Hohenbostel alarmiert. Die Rettung erfolgte über die Drehleiter mittels Schleifkorbtrage. Dafür wurde die Drehleiter direkt in die Halle eingefahren.

Das DRK unterstützte die Übung mit zwei Rettungswagen und übernahm die Versorgung der geretteten Personen. Die logistische Unterstützung, insbesondere der Transport von Schläuchen und Atemschutzgeräten, wurde durch den hauptamtlichen Gerätewart übernommen. Insgesamt waren rund 85 Einsatzkräfte der Feuerwehr sowie fünf Kräfte des DRK an der Übung beteiligt. Im Anschluss fand am Feuerwehrhaus Eckerde eine gemeinsame Nachbesprechung statt. RED

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