Erinnerungan jüdisches Leben
Rund 50 Stolpersteine in Barsinghausen geputzt

Barsinghausen. In einer gemeinsamen Aktion haben die Jusos und die SPD Barsinghausen sowie die „Omas gegen rechts“ und das Bündnis „Barsinghausen ist bunt“ bereits Anfang Mai rund 50 Stolpersteine im gesamten Stadtgebiet gereinigt. Die kleinen Mahnmale erinnern an jüdische Mitbürgerinnen und Mitbürger und andere Opfergruppen des Nationalsozialismus, die einst Teil der Stadtgesellschaft waren.

Der ehemalige Stadtarchivar Eckhard Steigerwald hielt einen Vortrag über das frühere jüdische Leben in Barsinghausen. Er erinnerte unter anderem an das Schicksal der Familien Hirschberg und Blumenthal.

Stolpersteine für Sally Hirschberg, Rosalie Hirschberg, Hertha Spanier (geborene Hirschberg), Selma Spanier, Elise Blumenthal und Clara Blumenthal befinden sich in der Marktstraße 6.

Sally und Rosalie Hirschberg wurden am 1. April 1942 ins Ghetto Warschau deportiert. Wann sie starben, ist unbekannt. Hertha und Selma Spanier wurden am 18. November 1941 ins Konzentrationslager Maly Trostinec (bei Minsk in Belarus) gebracht, wo sie im Juli 1942 umkamen.

Elise und Clara Blumenthal wurden am 23. Juli 1942 ins Ghetto Theresienstadt deportiert. Beide kamen am 26. September 1942 ins Vernichtungslager Treblinka. An welchem Tag sie dort gestorben sind, ist nicht bekannt.

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