Gerade jetzt befinden sich viele Rehkitze noch in einem Alter, in dem sie bei Gefahr nicht fliehen. Statt wegzulaufen, drücken sie sich instinktiv ins hohe Gras und bleiben regungslos liegen. Für Mähmaschinen werden die Tiere dadurch oft unsichtbar.
Vor jeder Mahd sind die Landwirte verpflichtet, sicherzustellen, dass keine Wildtiere verletzt werden. Dabei unterstützen die Jägerinnen und Jäger mit großem ehrenamtlichem Einsatz. Häufig beginnen die Einsätze bereits bei Sonnenaufgang, weil die Rehkitze dann mit Wärmebildtechnik oder bei der Suche zu Fuß besonders gut entdeckt werden können.
Die enge Zusammenarbeit zwischen Landwirtschaft und Jägerschaft zeigt, wie praktischer Natur- und Tierschutz direkt vor Ort funktioniert. Viele gerettete Rehkitze verdanken den frühen Einsätzen ihr Leben.