Nach dem 2024 abgeschlossenen Neubau der neuen Grundschule Auf dem Hagen in Empelde und dem geplanten Neubau in Weetzen bis 2030 stehen an den Standorten in Benthe, Ronnenberg und der Theodor-Heuss-Schule (THS) in Empelde zusätzlich große umgestaltende Eingriffe in den jeweiligen Baukörper an. Ronnenberg mit einem Investitionsvolumen von rund 18 Millionen Euro und die THS mit rund 22,5 Millionen Euro sind dabei deutlich kostspieliger als der Umbau der Zwergschule in Benthe, die als verlässliche Grundschule mit Hortbetreuung weitergeführt werden soll.
Die beiden größeren Grundschulen sollen beide mit Raumclustern neu geplant werden. Das bedeutet, dass sich die Unterrichtsräume einer Jahrgangsstufe im selben Bereich des Schulbaus befinden – in direkter Nachbarschaft auch zu Differenzierungs- und Fachräumen. Jeweils zwei Cluster teilen sich zudem einen Inklusionsraum. Während der erfolgten Planungsauftaktgespräche mit den beauftragten Architekturbüros wurde auch die Notwendigkeit einer Mensa mit definierter Kapazität für jede Schule festgelegt.
Die beauftragten Büros – das Mosaik in Empelde und M2 in Ronnenberg – sind aktuell dabei, die ersten Entwurfsplanungen für die beiden Umbauten zu erstellen. Baustart soll in rund 18 Monaten sein. Das sei für beide Schulen realistisch, meint Schulz. Beide Schulen werden im laufenden Betrieb umgebaut. Schulz erklärte, dass sich Störungen im Unterrichtsbetrieb nicht verhindern ließen.
In Ronnenberg ist der Wandel von außerhalb der Gebäude weniger wahrzunehmen. Zunächst soll der Raumzuschnitt in dem Baukörper, aus dem im Februar 2026 der 5. und 6. Jahrgang der Marie-Curie-Schule ausgezogen ist, der geplanten Cluster-Anordnung angepasst werden. In einem zweiten Bauabschnitt ist geplant, den Osttrakt der heutigen Grundschule an der Straße Hinter dem Dorfe – inklusive der Grundschulturnhalle – umzubauen. Der älteste Trakt der Grundschule soll nach dem Umbau aus dem Schulbetrieb herausgenommen und anderweitig genutzt werden. Die Ideen reichen von Räumen für die Verwaltung über Vereinsnutzungen bis zu einem Jugendtreff. Um indes während der Bauzeit die Ganztagsbetreuung für alle Kinder gewährleisten zu können, verdoppelt die Stadt am Hort Mühlenrär die Container-Kapazitäten.
In Bezug auf die THS mussten Schulz und das Team Gebäudewirtschaft umdenken. Mit einem kleineren zusätzlichen Baukörper zwischen dem neueren Bauteil an der Barbarastraße und der Sporthalle, von dem man im Rathaus zunächst ausgegangen war, ist es offenbar doch nicht getan. Die ersten Entwürfe von Mosaik sehen nun vor, den Trakt, der parallel zur Barbarastraße verläuft, allmählich – beginnend mit dem Westteil auf der linken Seite – abzureißen und zu erneuern.
Dabei soll der Neubau eine neue Aula, eine Mensa und einen Eingangsbereich erhalten. Um die Anforderungen erfüllen zu können, benötigt das Gebäude allerdings mehr Tiefe als der Bestandsbau. Der Zwischentrakt, in dem sich heute die Aula befindet, geht deshalb in der Verbindung des neuen Traktes mit dem alten Gebäude auf der Rückseite des Grundstücks auf.
In dem alten Gebäude und dem Container auf dem Parkplatz soll ein Großteil des Unterrichts weitergeführt werden. Die Hortcontainer bleiben ebenfalls bis zum Ende des Umbaus erhalten, um die Ganztagsbetreuung für die Übergangszeit zu sichern, erläutert Schulz. Später soll auch das alte Gebäude auf der Rückseite ertüchtigt werden, um ganz am Ende aus den Containern dorthin Teile des Ganztagsbetriebes verlagern zu können.