Übergangslösungvor dem Neubau
Region braucht schnell Unterstellmöglichkeiten für Feuerwehrfahrzeuge. Deshalb soll bis Mai 2027 eine Leichtbauhalle für 700.000 Euro entstehen.

Dunkle Wolken über der FTZ?: Bei den Planungen für einen Neubau deuten sich Differenzen mit der Stadt Ronnenberg an.foto: Uwe Kranz
Ronnenberg. Im Nordosten des Stadtteils Ronnenberg wird sich in den kommenden Jahren viel verändern. Gerade hat die Stadt mit der Erschließung des neuen Gewerbegebietes Nordost begonnen. Nach den jüngsten bekannten Planungen der Region Hannover soll direkt daran angrenzend bis 2030 der Neubau der Feuerwehrtechnischen Zentrale (FTZ) für Ronnenberg, Laatzen, Hemmingen, Springe, Pattensen, Wennigsen, Gehrden, Barsinghausen und Seelze entstehen. Neben der Bestandsfläche der FTZ soll dabei auch das Areal der Regionsstraßenmeisterei (RSM), das ebenfalls angrenzt, in die Planung für den Neubau einbezogen werden. Die RSM zieht derweil in den kommenden Jahren vom heutigen Standort an der Empelder Straße nach Weetzen um.

Allerdings kann die Region nun offenbar nicht mehr warten und muss kurzfristig neue Strukturen schaffen. Der Regionsausschuss für Feuerschutz hat in der vergangenen Woche dem Bau einer neuen Leichtbauhalle für die Unterbringung von neuen Fahrzeugen und Material zugestimmt. „Es gab eine einstimmige Empfehlung zum Beschluss der Vorlage für den Regionsausschuss“, bestätigte ein Regionssprecher. Abschließend muss die Regionversammlung über den Bau abstimmen. Die Investitionssumme beträgt rund 700.000 Euro – allerdings rechnet die Region damit, die Halle nach Umzug der RSM an einem anderen Standort weiterverwenden zu können.

Der Bedarf besteht offenbar kurzfristig. Schon jetzt reichen die Kapazitäten in der Fahrzeughalle der FTZ nicht aus. Dazu kommt, dass die Region laut Antrag noch in diesem Jahr mit der Auslieferung neuer Großfahrzeuge rechnet. „Gemäß des Fahrzeugkonzeptes der Regionsfeuerwehr sind in den folgenden Jahren weitere Fahrzeuge geplant und sollen ausgeliefert werden.“ Diese sollen dann in der neuen Halle untergebracht werden.

Auch zeitlich hat die Region wegen der Kurzfristigkeit schon eine grobe Vorstellung von der Umsetzung: „Nach Abschluss des Gremienlaufs – der entsprechenden Beschlüsse des Regionsausschusses und der Regionsversammlung – soll mit der Errichtung der Leichtbauhalle noch 2026 gestartet werden“, berichtet der Sprecher. Es sei beabsichtigt, die Ausschreibung in diesem Jahr durchzuführen sowie den Bauantrag bei der Stadt Ronnenberg einzureichen. Mit einer Fertigstellung rechnet er schon im Mai 2027. Anschließend sollen FTZ und RSM die neue Halle gemeinsam nutzen.

Schon jetzt nutzt die FTZ eine solche Halle auf der Bestandsfläche für die Unterbringung von Fahrzeugen. Die neue Fahrzeughalle soll nach den Planungen der Region als Teil des 47 Millionen Euro teuren Neubaus des Feuerwehrzentrums direkt an der Straße Am Alten Garten liegen. Die Stadt Ronnenberg ist aktuell dabei, diese Straße als Teil der „Spange“ bis zur Empelder Straße zu verlängern, wo sie in einen Kreisel münden soll. Auf der anderen Seite, an der Bundesstraße 217, soll für eine bessere Anbindung eine neue Ampelanlage entstehen. Die Fertigstellung der neuen FTZ wird für das Jahr 2030 erwartet.

Etwa im gleichen Zeitraum soll auch die RSM nach Weetzen umziehen. Zwischen Sportplatz und Bahnhof baut die Region dort zunächst einen neuen Betriebshof für Regiobus, der ebenfalls 2030 in Betrieb gehen soll. Im Anschluss daran soll der Neubau der Straßenmeisterei auf derselben Fläche starten. Die geplante Nutzungsdauer der Leichtbauhalle von etwa zehn Jahren dürfte also am heutigen Standort der RSM zu einem großen Teil bis zum Umzug ausgeschöpft werden können.

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