Der Wertstoffhof in Barsinghausen wird im Auftrag von Aha von der gemeinnützigen Labora GmbH betrieben. Der Abfallentsorger stellt die Container für das Sammelgut auf dem Gelände an der Hannoverschen Straße auf. Wenn sie voll sind, fährt Aha die Behälter ab.
Aha hat mit Labora einen Vertrag, den der Entsorger allerdings zum Jahresende auslaufen lässt. Wie genau die Geschäftsbeziehung zwischen den beiden Partnern aussieht, teilt Aha nicht mit: „Vertragsdetails können wir nicht bekannt geben“, so die Aha-Sprecherin. Die Labora-Geschäftsführung ist urlaubsbedingt aktuell für eine Stellungnahme nicht erreichbar.
Nach Informationen dieser Redaktion soll es bei Aha schon länger das Bestreben gegeben haben, den Vertrag mit Labora zu kündigen. Der Grund dafür sollen immer weiter gestiegene Kosten gewesen sein.
Nun hat Aha offenbar die Reißleine gezogen: Der Vertrag läuft zum 31. Dezember 2026 aus. Entsprechend wird es ab dem kommenden Jahr für Privathaushalte in Barsinghausen vorerst keine Möglichkeit mehr geben, Wertstoffe ortsnah zu entsorgen. Dass Aha den Vertrag mit Labora nicht verlängern will, ist die zweite schlechte Nachricht für die gemeinnützige Gesellschaft binnen weniger Wochen. Erst im März hatte die Geschäftsleitung von Labora überraschend mitgeteilt, dass die Jugendwerkstatt in Barsinghausen zum Ende des laufenden Schuljahres schließt. Hunderte junge Menschen, die im Übergang von der Schule zum Beruf Unterstützung benötigen, wurden dort in den vergangenen zwölf Jahren betreut. Die Labora-Geschäftsleitung hofft auf alternative Möglichkeiten, um ein Angebot für junge Menschen in Barsinghausen weiterhin vorhalten zu können. Konkrete Vorhaben oder Förderungen in diese Richtung gibt es aber bisher nicht.
Die Labora gGmbh betreibt in Barsinghausen außerdem noch das Sozialkaufhaus an der Bahnhofstraße.