Rund 50.000 Quadratmeter reine Gewerbefläche sollen entlang der „Spange“ zwischen Empelder Straße und Bundesstraße 217 entstehen. Laut Stadtverwaltung sind bis Anfang März rund 50 „seriöse Anfragen“ von Gewerbetreibenden eingegangen. Der Bedarf liege bei Flächen bis zu einem Hektar Größe. Interessenten kommen demnach unter anderem aus den Bereichen Sport und Freizeit, Kfz-Werkstätten und Lebensmittelproduktion. Vor allem Ronnenberger Unternehmen hoffen auf die Möglichkeit, sich im Bereich Nordost erweitern zu können.
Die konkrete Vermarktung der einzelnen Bereiche hat allerdings noch nicht begonnen. Zuletzt sei der Investor, die HRG Grundstücksgesellschaft, noch damit beschäftigt gewesen, den genauen Quadratmeterpreis zu ermitteln, so die Stadt. Sie hat für den 12. Mai einen offiziellen ersten Spatenstich für das Gewerbegebiet angekündigt.
Unterdessen kommen die Auftaktarbeiten an der Straßenmeisterei gut voran. Entlang des gesamten Betriebsgeländes ist der künftige Verlauf der Strecke bereits zu erkennen, diese soll dann nach Süden abknicken und an die Straße Zum Alten Garten angeschlossen werden. An der Einmündung dieser Straße in die B217 ist eine neue Ampelanlage geplant.
Über einen Kreisverkehr wird die „Spange“ an die Empelder Straße angeschlossen. Welche Behinderungen der Bau des Kreisels für den Straßenverkehr zwischen Empelde und Ronnenberg mit sich bringen wird, ist noch nicht konkretisiert. An den Kreisel angeschlossen wird auch die Zufahrt zum Ronnenberger Festplatz.
Die Grundidee des Gewerbegebiets Ronnenberg Nordost geht auf den früheren Stadtdirektor Bernhard Lippolt zurück – sie hat Politik und Verwaltung mehr als 20 Jahre lang immer wieder beschäftigt. Auch die Zusammenarbeit mit der HRG stand in den vergangenen Jahren immer wieder aus Gründen der Wirtschaftlichkeit auf der Kippe. Nun soll das Langzeitprojekt zu einem guten Ende geführt werden – und der Stadt zusätzliche Einnahmen in die Kasse bringen.