Stolpersteine werden gereinigt
Mitglieder unterschiedlicher Organisationen beteiligen sich an Aktion

Gereinigt: Die Stolpersteine in Barsinghausen erinnern an die Schicksale jüdischer Mitbürger während des Nationalsozialismus.foto: privat
Barsinghausen. In einer gemeinsamen Aktion haben die Jusos, die SPD Barsinghausen, die „Omas gegen Rechts“ und das Bündnis „Barsinghausen ist bunt“ rund 50 Stolpersteine im gesamten Stadtgebiet gereinigt. Die kleinen Mahnmale erinnern an jüdische Mitbürgerinnen und Mitbürger sowie andere Opfergruppen des Nationalsozialismus, die einst Teil der Stadtgesellschaft waren. Begonnen hat die Aktion mit einem Vortrag von Eckhard Steigerwald, dem ehemaligen Stadtarchivar. Im Vordergrund des Vortrags standen die Schicksale der Familien Hirschberg und Blumenthal.Die meisten Familienangehörigen wurden von den Nazis deportiert und ermordet. „Die Schicksale dieser Familien verdeutlichen, wie tief jüdisches Leben in Barsinghausen verwurzelt war – und mit welcher systematischen Grausamkeit es vernichtet wurde“, sagt Barsinghausens Jusos-Vorsitzender Aaron Täger. „Von der schleichenden Ausgrenzung bis zur Deportation zeigt die Geschichte, dass die Gräueltaten des Holocaust auch auf lokaler Ebene Schritt für Schritt präzise umgesetzt wurden. Die Opfer waren keine abstrakten Zahlen, sondern Nachbarn und engagierte Bürger.“ Das Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus bedeute Verantwortung. RED
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