Zu ihnen gehören Justine Tasche und Pascal Suhr. Beide absolvieren ihre Ausbildung zu Notfallsanitätern in Garbsen und Wunstorf und übernehmen hier Verantwortung. Während sie die „Blutung“ versorgen, behalten sie auch mögliche weitere Verletzungen im Blick. Kommunikation, Teamarbeit, strukturierte Abläufe – all das wird unter realitätsnahen Bedingungen trainiert.
„Es sind oft bunt gemischte Fälle“, sagt Blacha. Schnittverletzungen, Frakturen, Krampfanfälle oder Kreislaufprobleme – etwa durch Alkohol oder Hitze. Szenarien, wie sie bei Großveranstaltungen regelmäßig auftreten.
Auch an anderen nahegelegenen Orten wird parallel geübt: Bei der Feuerwehr Lemmie in Gehrden steht dias Thema Reanimation im Fokus der Teinehmenden. In der Johanniter-Dienststelle am Hagacker in Ronnenberg die Versorgung von Arbeitsunfällen. Am Nachmittag kommen alle Gruppen zusammen – auf dem Gelände der Feuerwehrtechnischen Zentrale in Ronnenberg. Dort entsteht aus Zelten und Ausrüstung eine komplette Unfallhilfsstelle, inklusive Patientenablage.
Mit dabei sind nicht nur erfahrene Helfer, sondern auch Nachwuchskräfte wie Tim Ullrich. Der 16-Jährige aus Wennigsen engagiert sich in der Johanniter-Jugend. Unter Anleitung darf er Verbände anlegen, beim Aufbau helfen – und erste praktische Erfahrungen sammeln. „Ich möchte später Notfallsanitäter werden“, sagt er. Die Übung bringt ihn diesem Ziel ein Stück näher.
Am Ende ist es genau der Mix aus Erfahrung und Engagement, der den Ortsverband stärkt. „Solche Übungen bereiten uns als Gemeinschaft gut auf unsere Einsätze vor“, sagt Notfallsanitäter Niklas Tracht aus dem Leitungsteam. Und während auf dem Schulhof die letzte „Verletzung“ versorgt wird, steht fest: Wenn es ernst wird, sitzt hier jeder Handgriff.