Der Wennigser Gunnar Supper organisiert das Event gemeinsam mit dem Tourismus-Service der Gemeinde. Wer mitmachen will, kann sich ab sofort anmelden. Bis zu 30 Kuchen dürfen insgesamt eingereicht werden.
Eine Jury testet sich durch die Kandidaten und prämiert die besten. Neben Supper und Amirah Adam vom Tourismus-Service sitzen in dem Gremium mehrere Back- und Konditor-Experten.
Bewertet werden der Geschmack, das Aussehen und die Konsistenz – ein Bewertungsbogen aus dem Bäckerhandwerk ist die Grundlage. Nach der Kür im Mühlenmuseum werden die Kuchen dort auch verkauft. Der Erlös kommt sozialen Zwecken in der Gemeinde zugute.
Der Gedanke an einen besonderen Kuchen hat Supper vor 13 Jahren zum Backwettbewerb inspiriert. „Ich bin ein absoluter Käsekuchen-Fan. Es gab nie einen besseren als den von meiner Mutter“, erzählt er und lacht. Als seine Mutter verstarb, hinterließ sie eine große Lücke – in menschlicher, aber eben auch ein bisschen in süßer Hinsicht. Das Problem für die Nachwelt: Suppers Mutter hatte nie ein Rezept für ihren Kuchen – sondern machte ihn stets „nach frei Schnauze“, wie man so schön sagt.
„Dadurch kam ich darauf, einen Wettbewerb auszurufen, welcher Käsekuchen dem meiner Mutter am ähnlichsten ist und genauso gut schmeckt“, erklärt der Wennigser.
Zur Premiere 2012 war daher selbstredend der Käsekuchen das Motto. Doch es sollte auch nicht zu eintönig werden. Deshalb kamen in den folgenden Jahren ganz verschiedene Sorten auf den Tisch der Jury. Von Mohnkuchen über Biskuitrolle bis zu Schoko- und Zwetschgenkuchen war alles dabei.
Bei der bislang letzten Auflage 2024 kehrte der Wettbewerb zu seinem Ursprung zurück. Der Titel für den besten Käsekuchen ging an Christel Dahlke. „Der Kuchen kam dem meiner Mutter sehr nahe“, erinnert sich Supper. Im kommenden August muss sich die Titelverteidigerin in einer anderen Disziplin beweisen. Dann sucht Wennigsen den besten Apfelkuchen – natürlich wieder selbst gebacken. „Wir wollen nichts aus der Kühlung“, sagt der Organisator.
Zur Teilnahme eingeladen sind alle Bürgerinnen und Bürger aus der Gemeinde Wennigsen. Interessierte können sich bereits jetzt bei Amirah Adam im Tourismus-Service, Telefon (05103) 7007974, informieren und anmelden.
Den genauen Ablauf mit Zeitplan wollen die Organisatoren dann im Frühjahr veröffentlichen. So viel steht schon fest: Die Abgabe der Apfelkuchen findet vormittags im Heimatmuseum statt. Dort kommt auch die Jury zur Bewertung zusammen. Und dort werden nach der Siegerehrung gegen 14 Uhr auch sämtliche Apfelkuchen verkauft.
Im vergangenen Jahr kam über Kaffee und Kuchen ein Erlös von 900 Euro zusammen. Geld, mit dem örtliche Vereine und Einrichtungen unterstützt wurden – die Deister-Naturranger, die Freikirchliche Gemeinde in Wennigsen und die Ausrichtung einer Kinderveranstaltung in Bredenbeck. „Uns ist wichtig, dass das Geld aus Wennigsen in Wennigsen bleibt und hier für eine Aufwertung sorgt“, sagt Amirah Adam.