Name, Ausstattung, Angebote – alles neu im Jugendraum
Aus den Räumen des ehemaligen Cafés „Junges Basche“ ist der „Jugendraum JB’s“ geworden

An Ausstattung ist einiges hinzugekommen – der „Jugendraum JB’s“ in der Bahnhofstraße.fotos: Stadt Barsinghausen
Barsinghausen. Im Sommer 2025 hatte die Stadt das ehemalige Café „Junges Basche“ in Barsinghausen übernommen. Mittlerweile sind einige Monate vergangen. Genannt wird die Einrichtung in der Bahnhofstraße nun „Jugendraum JB’s“. Wie wird sie von den Jugendlichen angenommen? Welche Angebote werden gemacht? Und welche Ideen sollen in Zukunft noch umgesetzt werden?

„Wir sind rundum zufrieden”, sagt Arwid Wolter, Sozialarbeiter der Stadtjugendpflege Barsinghausen. Die Angebote seien etabliert, die Räume durch die Jugendlichen mit Leben gefüllt. An Ausstattung ist einiges hinzugekommen. „Wir haben jetzt einen Monitor, auf dem bereits von außen die aktuellen Angebote zu sehen sind, und einen Fernseher, der als eine Art Smartboard genutzt werden kann“, sagt Wolter. Gruppen können etwa recherchieren, etwas aufschreiben und dies am Ende auf ihr Handy überspielen. Auch die Küche wurde noch etwas umgebaut, um mehr Arbeitsfläche zu bekommen.

Montags kommt seit einiger Zeit eine Gruppe mit dem Namen „Jugendparlament“ zusammen. Gewählt werden soll das Gremium später in diesem Jahr, doch schon jetzt treffen sich politisch interessierte Jugendliche, um miteinander zu diskutieren.

Besonders beliebt ist ein Angebot am Mittwoch. Unter dem Titel „Jugendküche – Rezepte fürs gute Leben“ treffen sich Jugendliche ab 14 Jahren, um gemeinsam zu kochen und sich auszutauschen. Neueste Anschaffungen dafür sind eine Heißluftfritteuse und eine Küchenmaschine – finanziert durch Mittel des Jugendpreises „Goldener Hirsch“.

Neu ist die „JB’s Do Time“ am Donnerstag, für Kinder im Grundschulalter. Das Angebot ist vielfältig – von Kochen und Backen über Gesellschafts- und Bewegungsspiele bis zu Kreativkursen. Jeder Donnerstag ist anders, damit die Jungen und Mädchen in verschiedenen Bereichen gestärkt werden. Sonntags steht ein Angebot für alle queeren Personen zwischen zwölf und 20 Jahren auf dem Programm. Von 12 bis 15.30 Uhr unternimmt die „Queere Jugendgruppe Basche“ gemeinsame Aktionen, spielt Spiele oder tauscht sich einfach nur aus. Eingeladen sind dazu auch Eltern queerer Kinder und Jugendlicher.

Die Angebote im Jugendraum sind immer für alle offen. Das komplette Programm gibt es im Internet auf der Seite der Stadt Barsinghausen.

Bereits in der Vergangenheit gab es einen Stop-Motion-Nachmittag, auch eine Spielekonsole wurde mal angeschlossen, oder es wurden mit der Spielereihe „Gravitrax“ Murmelbahnen gebaut. Auch ein Weihnachtsbasteln und ein „Mario-Kart-Turnier“ standen bereits an.

Weitere Pläne für neue, regelmäßige Angebote gibt es derzeit nicht. „Wir sind gut ausgelastet, die Zeiten sind alle gut belegt“, sagt Wolter zur Begründung. Demnächst wird es aber noch eine optische Veränderung geben. Das Logo des „JB‘s“ soll einem neuen weichen. „Es wird an das bereits existierende Logo der Jugendpflege angepasst“, erklärt Wolter. Wie es genau aussehen soll, ist noch geheim. Doch schon demnächst soll das Logo den Eingang des Jugendraums zieren.

Das frühere Café „Junges Basche“, das der Bildungsanbieter Labora vor Anmietung der Räume durch die Stadt in der Bahnhofstraße betrieben hatte, musste im vergangenen Jahr schließen, weil die Förderung ausgelaufen war. „Es handelte sich um eine Fördermaßnahme des Jobcenters, die aus Kostengründen nicht verlängert wurde“, hatte Pascal Vogel, Betriebsleiter der ebenfalls von Labora geführten Jugendwerkstatt in Barsinghausen, erläutert.



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