Der Anlass für die Putzaktion: Eine Malerfirma hat dem Gebäude in der Hansastraße 53 in diesen Tagen frische Farbe verpasst. Beim Vorbereiten fiel Selcho auf, dass auch die vielen Dekorationsstücke einmal gründlich gereinigt werden müssen. Sie gehören seit Jahren zur rustikalen Atmosphäre der alteingesessenen Gaststätte und erinnern an die lange Bergbaugeschichte des Ortes.
Selcho selbst ist in Empelde „ein bekannter Hund“, wie man sagt. Seit vielen Jahren führt er die kleine Schänke als Treffpunkt für Nachbarn, Stammgäste und Freunde des guten Bieres. Der Wirt gilt als humorvoll und gesellig, was auch kleine Details rund um die Gaststätte zeigen – etwa ein augenzwinkerndes Warnschild vor „Wirtsunfällen“.
In diesem Jahr hat die Bergmannschänke zudem etwas zu feiern: Das Haus wird 97 Jahre alt. Den 90. Geburtstag hat Selcho vor sieben Jahren groß gefeiert – und auch beim nächsten Meilenstein will er unbedingt noch selbst hinter dem Tresen stehen. „Den Hundertsten mache ich auf jeden Fall noch als Wirt“, sagt er. Wie es danach weitergeht, weiß er noch nicht genau. Sicher ist für ihn aber eines: Die Bergmannschänke soll auch künftig bestehen bleiben – und zwar genau so, wie sie ist: als rustikale Bierstube mit Stammtisch, Maifeiern und herzlicher Bedienung. „Die gehört einfach zu Empelde dazu.“