Künftig seien auch die Sauerstoffflaschen deutlich einfacher und ohne schweres Heben erreichbar. „Dadurch werden körperliche Belastungen reduziert und Unfallrisiken minimiert“, schreibt die Stadt in einer Mitteilung. Eine weitere Besonderheit ist laut Stadt das sogenannte Zwei-Rucksack-System. Dadurch werde die Organisation der Materialien besser strukturiert und das Gewicht besser verteilt. Insgesamt würden die Mitarbeiter mit diesen Neuerungen körperlich entlastet. Das wiederum führe zu weniger Ausfällen bei den Mitarbeitenden. In puncto Sicherheit seien die Fahrzeuge jetzt mit noch mehr modernen Assistenzsystemen ausgestattet, zudem von außen mit sogenannten Heck- und Seitenblitzern – Blaulichtern – versehen, wie die Stadt mitteilt.
Insgesamt hat der ASB in der Region auch an anderen Standorten mehrere Fahrzeuge übergeben. „Mit der Indienststellung der neuen Einsatzfahrzeuge investieren wir gezielt in die Zukunft des Rettungsdienstes in der Region Hannover“, sagt Florian Soot, Geschäftsführer des ASB Hannover. „Dabei haben wir die Fahrzeuge konsequent aus den Anforderungen des Einsatzalltags heraus entwickelt.“ Die Kosten lagen laut Soot bei rund 250.000 Euro pro Fahrzeug. Den Angaben zufolge wechselt der ASB seine Einsatzwagen spätestens nach sechs Jahren oder einer Fahrleistung von mehr als 200.000 Kilometern aus.
Der ASB spielt in Barsinghausen auch in Krisensituationen eine besondere Rolle. So wurde erst im vergangenen Sommer eine Vereinbarung zwischen der Organisation und der Stadt erneuert. Beispielsweise bei einem andauernden Stromausfall, einem Chlorgasunfall oder einem anderen großen Schadensereignis gibt es exakt festgelegte Zuständigkeiten. „Die Vorbereitung der Kommune sowie der Hilfsorganisationen ist essenzieller Bestandteil der Vorsorge“, sagte Bürgermeister Henning Schünhof (SPD) damals.