Insgesamt will die Stadt Ronnenberg 400.000 Euro in die Hand nehmen, um auch in Weetzen eine Fläche mit Skateanlage, Basketballfeld und Chill-Bereich für die Jugendlichen zu gestalten. Das Angebot ist für Kinder und Jugendliche aller Altersklassen aus den südlichen Stadtteilen Ihme-Roloven, Vörie, Linderte und Weetzen gedacht. 150.000 Euro aus dem Haushalt des Jahres 2024 sollten dazu dienen, die Bürgerbeteiligung und die Planung des Platzes zu finanzieren.
Inzwischen haben die Vorbereitungen mehrere Schritte durchlaufen. So gab es eine Befragung der Zielgruppe, bei der die Wünsche der Kinder und Jugendlichen abgefragt wurden. Auch einen Beteiligungstermin, bei dem aus den Wünschen konkrete Elemente für die Anlage herausgearbeitet worden sind, hatte es gegeben. Beim jüngsten Beteiligungsworkshop konnten Teilnehmer schließlich anhand zweier Entwürfe des Planungsbüros eine Art Feinabstimmung vornehmen, woraus jetzt nach dem Wunsch von Ortsbürgermeister Thomas Bensch (SPD) eine Beschlussvorlage für die politischen Gremien resultieren soll.
Dass bei diesem Termin neben vielen Eltern und Kindern lediglich zwei Jugendliche anwesend waren, nährt bei dem Ortsratsmitglied Volker Zahn (CDU) den Zweifel daran, ob sich dieser Teil der Zielgruppe, der besonders bedacht werden soll, überhaupt ausreichend für den geplanten Platz interessiert. Man wisse auch gar nicht, wie das Angebot aus den anderen Dörfern angenommen werde, so der Ratsherr.
Dazu kommt für die Dorfpolitiker von CDU und Grünen, dass sie eine fehlende soziale Kontrolle auf dem Jugendplatz und das Entstehen eines „Dealertreffpunkts“ befürchten. Das resultiert aus der Lage des geplanten Platzes außerhalb des Dorfes auf dem Festplatz zwischen dem Sportplatz des SV Weetzen und der Bundesstraße 217. „Es ist nicht Aufgabe des Sportvereins, die soziale Kontrolle über den Jugendplatz auszuüben“, stellt Zahn fest. Vor diesem Hintergrund und aufgrund der angespannten Haushaltslage der Stadt erscheint Zahn die Ausgabe von 250.000 Euro für eine freiwillige Leistung als unangebracht, zumal die CDU bereits gegen die Freigabe der Planungskosten gestimmt habe. Dennoch sei er mit Blick auf das mangelnde Angebot für Jugendliche „nicht glücklich mit der Ablehnung, aber auch nicht damit, dass es gebaut wird“. Zahn geht davon aus, dass die rot-grüne Mehrheit im Rat für den Bau des Jugendplatzes stimmen wird.
Ortsbürgermeister Bensch findet es „schade“, dass es im Ortsrat keine Einigung gegeben hat. Er stellt indes fest, dass die Planungen mit dem Sportverein und der örtlichen Feuerwehr abgestimmt worden seien. Geplant sei die neue Anlage im nördlichen Bereich des Festplatzes an der Bröhnstraße, wo sie die weiteren Nutzungen nicht beeinträchtige.