1100 Euro für den Fuchsbau
Bahlsen-Mitarbeitende spenden für trauernde Kinder und Jugendliche

Für etwas Gutes: Sven-Erik Nold und Sandra Neugebauer (rechts) übergeben die Spendenbox der Fuchsbau-Leiterin Gaby Neuber.Foto: privat
Barsinghausen. Gemeinsam fröhlich feiern und doch dabei an Kinder denken, denen es gerade gar nicht gut geht: Das war die gemeinsame Idee der Betriebsratsvorsitzenden des Bahlsenwerks in Barsinghausen, Sandra Neugebauer, und des Werkleiters Sven-Erik Nold. Ihrem Spendenaufruf auf der Weihnachtsfeier folgten so viele, dass am Ende exakt 1163,08 Euro für den Verein „Fuchsbau – Trauerbegleitung für Kinder und Jugendliche“ dabei herauskamen. Wohin gespendet werden sollte, hatten die Mitarbeiter mit großer Mehrheit entschieden.

Bei der Spendenübergabe lernten Neugebauer und Nold nun die Räumlichkeiten des Vereins einschließlich der Jurte im Garten kennen und zeigten sich sichtlich beeindruckt: „Der Austausch mit dem Team vor Ort und der Rundgang durch die liebevoll gestalteten Räume haben uns tief bewegt,“ sagte Neugebauer. „Zu sehen, mit wie viel Wärme hier ein Ort geschaffen wurde, an dem Kinder einfach nur sein dürfen, war für uns sehr emotional und hat uns einmal mehr gezeigt, wie goldrichtig die Entscheidung war, für den Fuchsbau zu spenden“, sagte sie weiter. Nold ergänzte: „Der Fuchsbau ist so ein wichtiger Ort. Er ist ein sicherer Hafen für Kinder und Jugendliche, die das Unvorstellbare erlebt haben: den Verlust eines ganz nahen Angehörigen.“ Bewegt nahm Fuchsbau-Leiterin Gaby Neuber die liebevoll gestaltete Spardose mit den Spenden der Mitarbeiter in Empfang und dankte dem Bahlsen-Team für die Unterstützung des komplett aus Spenden finanzierten Vereins. Sie freute sich auch über den zusätzlich mitgebrachten großen Karton voller Kekstüten, denn zu jedem Treffen der Trauergruppen gehört auch das gemeinsame Essen.

Seit 2010 unterstützt der Fuchsbau Kinder und Jugendliche, die mit dem Tod eines nahestehenden Menschen konfrontiert sind – seit 2023 als eigenständiger, rein durch Spenden finanzierter Verein. Die haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiter sind da für ihre Fragen, Nöte, Unsicherheiten und Ängste. Sie geben ihnen Raum und Zeit, um ihre Trauer zu bewältigen. Sie begleiten, fangen auf und stärken. Aktuell betreut der Verein in fünf Trauergruppen und in Einzelbegleitung insgesamt mehr als 50 Kinder und Jugendliche. Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.trauerfuchsbau.de.

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