„Das hatte mich gefreut – ein wenig überrascht war ich schon, als ich im September 2025 gefragt wurde. Dabei bin ich erst zwei Monate vorher wieder in die CDU eingetreten“, sagt Baxmann. Mit der CDU geht es in Kürze in den Wahlkampf. Im September möchten die Christdemokraten mit Stephanie Harms wieder den Ronnenberger Bürgermeisterposten zurückerobern. „Wir müssen Themenschwerpunkte setzen. Das ist der Busverkehr, das sind Einkaufsmöglichkeiten – und das ist vor allem die Kinderbetreuung. Das Ganztagsangebot geht viel zu langsam voran.“
Mit dem Thema Ganztagsbetreuung ist auch Baxmanns politische Vergangenheit verbunden. Sie hatte sich in ihrem Heimatort Ihme-Roloven bereits in den Neunzigerjahren im Arbeitskreis Dorfentwicklung engagiert – 1995 wurde sie angesprochen, ob sie für die CDU für den Ortsrat Ihme-Roloven kandidieren wolle. Sie wollte, erhielt aber nicht genügend Stimmen. Stattdessen kümmerte sie sich um die Belange des Hort-Vereins Weetzen. Ende der Neunzigerjahre wollte dann der CDU-Stadtverband Ronnenberg gegen die Umwandlung der Regenbogenschule Weetzen in eine verlässliche Grundschule stimmen – aus heutiger Sicht gar nicht mehr vorstellbar. „Das hatte mich damals geärgert, daher bin ich aus der CDU ausgetreten.“ Gewissermaßen auf dem zweiten politischen Bildungsweg, unterstützt durch das Mentorenprogramm, ist sie nun aber kommunalpolitisch voll dabei. Apropos Bildung: Nach dem Eintritt in den Ruhestand hat sie sich zur Schöffin ausbilden lassen. Seit 2024 sitzt sie in dieser Funktion in den Sitzungen für Jugendstrafsachen im Amtsgericht Wennigsen. Auch ihr Hobby Wandern sollte wieder mehr Zeit sein, „wegen der Kommunalwahl klappt das aber dieses Jahr wohl nicht“.
Und noch einen weiteren Bildungsweg hat die 61-Jährige eingeschlagen. Seit 2023 lernt sie Chinesisch. Vier Semester bei der Volkshochschule Hemmingen. Für die Sprache hatte sie sich interessiert, es gab aber auch „einen Wettbewerb mit meinem Schwiegersohn“, wie sie mit einem Augenzwinkern berichtet. „Er hat geschäftliche Beziehungen nach China, ist zweimal im Jahr dort – und meinte, dass die Sprache viel zu schwer sei und sich dafür das Erlernen nicht lohne.“ Seine Schwiegermutter belehrte ihn eines Besseren. „Ich kann mich im Grundsatz verständigen.“ Noch heute übt sie mithilfe einer App jeden Tag Vokabeln. „Nach der Kommunalwahl möchte ich gern mal nach China, Sprache und die Leute besser kennenlernen.“ Eine Vertiefung der Kenntnisse in Chinesisch kann also nicht schaden – auch nicht in Fachchinesisch.