Der TSV-Vorsitzende weiß auch: „Die Sperrung war unvermeidlich.“ Der Hintergrund: Um von Fördergeldern zu profitieren, musste die Gemeinde die bewilligten Zuschüsse zwingend noch im Jahr 2025 ausgeben – und die Sanierungsmaßnahmen auch umsetzen.
Um sich die Ergebnisse der Arbeiten anzuschauen, sind Mitglieder des Arbeitskreises Sport sowie aus Rat und Gemeindeverwaltung in die Halle gekommen. Bürgermeister Ingo Klokemann (SPD) und Bauamtsleiterin Anette Lerch bitten zu einem Rundgang durch das rund 50 Jahre alte Gebäude der Sophie-Scholl-Gesamtschule. „Der alte Hallenboden wurde komplett rausgerissen und erneuert“, berichtet der Bürgermeister auf der Tribüne. Alle Markierungen seien frisch aufgetragen. „An den Wänden wurde ein Prallschutz angebracht“, sagt Klokemann.Klokemanns Aufzählung geht weiter. Zwei Basketballkörbe an den Seitenwänden seien jetzt mit Gelenken zum Verschieben ausgestattet. „An hinteren Hallenwänden wurden Schäden ausgebessert“, so der Verwaltungschef. Er verweist auf die Deckenlichter: „Neue Lampen – kein Flackern mehr.“ In der Halle wurde zudem ein frischer Farbanstrich aufgetragen.Bauamtsleiterin Lerch hebt den neuen Aufbau der Bodenkonstruktion hervor: „Mit elastischem Unterboden.“ An den hinteren Hallenwänden seien marode Abdichtungen instandgesetzt worden. Und: Im Eingangsbereich wurde die sogenannte Sauberlaufzone zu einem überdimensionalen Schuhabtreter vergrößert.
Die Gemeinde hat von erheblichen Zuschüssen aus dem Kommunalinvestitionsförderprogramm (KIP) profitiert: 90 Prozent der Kosten von rund 300.000 Euro seien mit dieser Förderung gedeckt worden, berichtet der Bürgermeister. Mithilfe der KIP-Mittel ist vor der Halle auch eine neue Calisthenics-Fitnessanlage entstanden.„Wir haben die Sperrung genutzt, um auch den Umkleidebereich zu erneuern”, beschreibt Klokemann weitere Arbeiten. Mit Geld aus dem kommunalen Budget für Bauunterhaltung wurden demnach in den Kabinen die Decken frisch gestrichen. Außerdem seien neue Garderobenleisten angebracht, defekte Abflüsse repariert sowie Ausbesserungsarbeiten erledigt worden, Grund- und Fugenreinigung inbegriffen. Laut Klokemann wurden bereits vor etwa einem Jahr mehr als 110.000 Euro in die Erneuerung der Gebäudetechnik investiert.
Unterdessen laufen bereits Planungen für weitere Modernisierungen: Die Gemeinde will dafür von der sogenannten Sportmilliarde des Bundes profitieren. Zuschüsse aus dem Förderprogramm sind laut dem Bürgermeister bereits beantragt. Notwendig sind demnach auch eine energetische Sanierung des Hallengebäudes und mehr Barrierefreiheit.