KGS-Halle erstrahlt
in neuem Glanz
Die Sportstätte steht nach umfangreicher Sanierung wieder zur Verfügung. Die Gemeinde Wennigsen hat rund 300.000 Euro investiert – und es soll weitergehen.

Zischenstopp auf der Tribüne der KGS-Sporthalle: Wennigsens Bürgermeister Ingo Klokemann (Zeiter von rechts) und Bauamtsleiterin Anette Lerch (rechts) präsentieren Mitgliedern des Arbeitskreises Sport und des Rates der Gemeinde die Ergebniss der Sanierungsarbeiten.Foto: Ingo Rodriguez
Wennigsen. Die frischen Spielfeldmarkierungen leuchten in kräftigen Farben, an den Wänden sorgt jetzt ein Prallschutz für mehr Sicherheit. Auch die Umkleidekabinen erstrahlen in neuem Glanz: neuer Deckenanstrich, im Sanitärbereich wurden Abflüsse instandgesetzt. Die Sporthalle der KGS Wennigsen steht der Schule und den Vereinen nach umfangreichen Sanierungsarbeiten wieder uneingeschränkt zur Verfügung. Mehr als 300.000 Euro hat die Gemeinde Wennigsen investiert – 90 Prozent davon Fördergelder. Gut drei Monate nach Baubeginn läuft der Betrieb wieder auf Hochtouren. „Es ist toll, dass alles pünktlich fertig geworden ist“, sagt Florian Hergert, der Vorsitzende des TSV Wennigsen. Auch für die Mitglieder des größten Vereins im Gemeindegebiet war die kurzfristig angekündigte Sperrung der Sportstätte eine Belastung. Angesichts knapper Hallenzeiten sei es für die Vereine eine Herausforderung gewesen. „Aber alles wurde gut verteilt, das haben wir ganz gut hinbekommen“, so Hergert.

Der TSV-Vorsitzende weiß auch: „Die Sperrung war unvermeidlich.“ Der Hintergrund: Um von Fördergeldern zu profitieren, musste die Gemeinde die bewilligten Zuschüsse zwingend noch im Jahr 2025 ausgeben – und die Sanierungsmaßnahmen auch umsetzen.

Um sich die Ergebnisse der Arbeiten anzuschauen, sind Mitglieder des Arbeitskreises Sport sowie aus Rat und Gemeindeverwaltung in die Halle gekommen. Bürgermeister Ingo Klokemann (SPD) und Bauamtsleiterin Anette Lerch bitten zu einem Rundgang durch das rund 50 Jahre alte Gebäude der Sophie-Scholl-Gesamtschule. „Der alte Hallenboden wurde komplett rausgerissen und erneuert“, berichtet der Bürgermeister auf der Tribüne. Alle Markierungen seien frisch aufgetragen. „An den Wänden wurde ein Prallschutz angebracht“, sagt Klokemann.Klokemanns Aufzählung geht weiter. Zwei Basketballkörbe an den Seitenwänden seien jetzt mit Gelenken zum Verschieben ausgestattet. „An hinteren Hallenwänden wurden Schäden ausgebessert“, so der Verwaltungschef. Er verweist auf die Deckenlichter: „Neue Lampen – kein Flackern mehr.“ In der Halle wurde zudem ein frischer Farbanstrich aufgetragen.

Bauamtsleiterin Lerch hebt den neuen Aufbau der Bodenkonstruktion hervor: „Mit elastischem Unterboden.“ An den hinteren Hallenwänden seien marode Abdichtungen instandgesetzt worden. Und: Im Eingangsbereich wurde die sogenannte Sauberlaufzone zu einem überdimensionalen Schuhabtreter vergrößert.

Die Gemeinde hat von erheblichen Zuschüssen aus dem Kommunalinvestitionsförderprogramm (KIP) profitiert: 90 Prozent der Kosten von rund 300.000 Euro seien mit dieser Förderung gedeckt worden, berichtet der Bürgermeister. Mithilfe der KIP-Mittel ist vor der Halle auch eine neue Calisthenics-Fitnessanlage entstanden.

„Wir haben die Sperrung genutzt, um auch den Umkleidebereich zu erneuern”, beschreibt Klokemann weitere Arbeiten. Mit Geld aus dem kommunalen Budget für Bauunterhaltung wurden demnach in den Kabinen die Decken frisch gestrichen. Außerdem seien neue Garderobenleisten angebracht, defekte Abflüsse repariert sowie Ausbesserungsarbeiten erledigt worden, Grund- und Fugenreinigung inbegriffen. Laut Klokemann wurden bereits vor etwa einem Jahr mehr als 110.000 Euro in die Erneuerung der Gebäudetechnik investiert.

Unterdessen laufen bereits Planungen für weitere Modernisierungen: Die Gemeinde will dafür von der sogenannten Sportmilliarde des Bundes profitieren. Zuschüsse aus dem Förderprogramm sind laut dem Bürgermeister bereits beantragt. Notwendig sind demnach auch eine energetische Sanierung des Hallengebäudes und mehr Barrierefreiheit.

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