„FahrKulTour“ wird zu kulturellem Höhepunkt
Kulturforum Gehrden stellt sein Programm für das erste Halbjahr vor

Bald geht es los: Astrid von Ungern-Sternberg (links) und Wernhard Thielemann weisen auf das erste Highlight in 2026 hin.Foto: Heidi Rabenhorst
Gehrden. Das neue Kulturforum hat seine ersten Veranstaltungen und Projekte vorgestellt. Ein Höhepunkt ist die erste „FahrKulTour“. Organisiert wird der Aktionstag von Wernhard Thielemann vom Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club Gehrden-Ronnenberg und der Kulturbeauftragten der Stadt, Astrid von Ungern-Sternberg. Entlang einer rund 30 Kilometer langen Route warten elf Orte mit 34 Stationen auf die Teilnehmenden. Geboten werden Kultur, Bewegung, Naturerlebnisse und vielfältige Begegnungen. „Ziel ist es, Menschen aus allen Ortsteilen zusammenzubringen und die kulturelle Bandbreite der Stadt erlebbar zu machen“, sagte von Ungern-Sternberg.

Zuvor startet jedoch das Projekt „Kunst schaut in die Stadt“, das von März bis Juni läuft. Zahlreiche Kunstwerke sind bereits eingereicht worden. Eine Jury des Kulturforums hat zu Beginn der Woche die besten Beiträge ausgewählt. Diese werden anschließend für drei Monate in Schaufenstern in der Innenstadt ausgestellt.

Musik folgt am 11. April ab 18.30 Uhr in der Margarethenkirche. Beim Crossover-Konzert „Kultur meets Klassik/Pop“ treffen klassische Duowerke auf moderne Pop- und Jazzklänge. Poetische Melodien, tänzerischer Swing und mitreißende Grooves spiegeln dabei die unterschiedlichen Facetten des Lebens wider.

Am 23. Mai von 13 bis 18 Uhr beteiligt sich Gehrden an der Jubiläumsroadshow anlässlich des 25-jährigen Bestehens der Region Hannover. Unter dem Motto „Miteinander mehr erreichen – meine Region erleben“ präsentieren sich Vereine, Kunstschaffende, Musiker und Initiativen auf der Bühne und auf dem Marktplatz.

Doch der Höhepunkt ist die „FahrKulTour“ am Sonntag, 31. Mai, von 10 bis 15 Uhr. Die offizielle Eröffnung erfolgt um 10 Uhr auf dem Marktplatz. Gleichzeitig beginnt das Stadtradeln, bei dem Teams bis zum 20. Juni klimafreundliche Fahrradkilometer sammeln. Auch ein Team „FahrKulTour“ kann gewählt werden. Bürgermeister Malte Losert (parteilos) hofft auf viele Teilnehmende: „Unsere Kommune möchte in diesem Jahr endlich auf den vorderen Rängen landen.“

Die Route, die für jeden Fitnessgrad geeignet ist, führt unter anderem nach Lemmie mit Führungen durch den Gutspark des Ritterguts und einer geöffneten Kapelle. In Redderse öffnet die Feuerwehr ihre Tore, ein Gladiolenfeld lädt zum Fotostopp ein, und das Atelier Susanne Andreae heißt Kunstinteressierte willkommen. Leveste bietet Natur-Fitness und Feldyoga auf dem Hof Giesecke, Einblicke in die St.-Agatha-Kirche, kreatives T-Shirt-Bedrucken im Atelier Lask sowie Informationen zur Solidarischen Landwirtschaft.

In Ditterke zeigt der Galeriehof Antik Einblicke in die Möbelrestaurierung. Lenthe lockt mit Dorfcafé, Dorfladen, Wildbratwürsten und Eisspezialitäten. Zudem öffnen das Obergut, das Geburtshaus von Werner von Siemens und das Arboretum mit seltenen Eichenarten.

In Northen lädt die Schnitzwerkkapelle zur Saftbar und zum Reisesegen ein, in Everloh wartet ein Hörerlebnispfad. Naturfreunde kommen im Nabu-Garten und an Struckmeyers Mühle auf ihre Kosten. In Gehrden stehen Margarethenkirche und Stadtmuseum offen. Geplant sind Ausstellungen, Mitmachaktionen, eine Kindermodenschau, Erdbeerspezialitäten sowie ein gemeinsames Picknick. Der Tag klingt mit einem Hutkonzert aus.

Begleitet wird die „FahrKulTour“ von einem Fotowettbewerb unter dem Titel „Gesichter einer Stadt“. Kinder sammeln an den Stationen Aufkleber für ihren Fahrradpass. QR-Codes an historischen Orten, spezielle Angebote für Jugendliche sowie die Einbindung von Gastronomie, Vereinen und Ehrenamtlichen unterstreichen den Gemeinschaftscharakter des Projekts.

Druckansicht