Kröten, Frösche und Molche beenden Winterschlaf
Höhere Temperaturen sorgen für Beginn der Amphibienwanderung am Deister

Ein Kröten-Pärchen sitzt auf einer Straße: Aufgrund der steigenden Temperaturen beginnt bereits die Amphibienwanderung am Deister..Foto: Daniel Bockwoldt
Barsinghausen. Aufgrund der derzeit deutlich gestiegenen Tages- und Nachttemperaturen dürften verschiedenen Amphibienarten ihren Winterschlaf im Wald beenden. „Zahlreiche Erdkröten, Grasfrösche und verschiedene Molcharten werden wieder zu den angestammten Laichgewässern wandern“, teilt die Barsinghäuser Stadtverwaltung mit. „Diese Tierarten haben sehr unterschiedliche Temperaturansprüche. Daher verteilt sich der Zeitraum der Laichwanderung je nach Art und Witterung über einige Wochen“, heißt es weiter.Der Bereich am Egestorfer Kirchweg mit Max-Planck-Straße zählt mit diesen Tierarten und der hohen Anzahl zu den bedeutendsten Amphibienvorkommen in der Region Hannover. Der wichtigste Straßenabschnitt oberhalb des Zechenparks wird für Autos und Lastwagen in den nächsten Wochen regelmäßig von abends 18 Uhr bis morgens 9 Uhr mit Schranken gesperrt.

An einzelnen Straßenabschnitten außerhalb dieser Schranken werden wieder grüne Schutzzäune mit Fangeimern aufgestellt, an denen die dort wandernden Tiere von vielen langjährig Aktiven eingesammelt, gezählt und dann über die Straße zu ihren Laichgewässern gebracht werden. Auch der NABU-Stadtverband und Schülergruppen aus dem Schulzentrum Am Spalterhals beteiligen sich an den sehr umfangreichen Arbeiten. Der städtische Baubetriebshof und die Straßenmeisterei Ronnenberg stellen an den betreffenden Straßen das Verkehrszeichen „Amphibienwanderung“ auf. Die bedeutendsten Wanderungsgebiete liegen am Egestorfer Kirchweg und an der Max-Planck-Straße bis zur Einmündung der Einsteinstraße sowie zwischen Hohenbostel und der Siedlung Höhenluft, berichtet die Stadtverwaltung. Weitere kleine Amphibienvorkommen beziehungsweise Wanderstrecken können an der Kreisstraße 239 nach Eckerde, in der Umgebung des Regenrückhaltebeckens an der Röntgenstraße, sowie in Bantorf am Luttringhäuser Weg zwischen Bantorfer Höhe und Friedhof beobachtet werden.

Doch auch außerhalb der genannten Bereiche werden immer wieder wandernde Einzeltiere festgestellt, sodass Autofahrende dort zu erhöhter Aufmerksamkeit und von der Stadt möglichst zur Vermeidung von Autofahrten in den Abendstunden gebeten werden.

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