Sanierung der maroden L391:
Stoppstraße wird vermessen
Auch private Grundstücke müssen zur Vorbereitung der Bauarbeiten betreten werden.

Tempolimit wegen der Schäden: Auf Teilen der L391 Foto: Jennifer Krebs
Barsinghausen. Seit Jahren ist Barsinghausens Hauptverkehrsader ein Sanierungsfall. Auf der L391, die sich einmal quer durch die Stadt vom Bahnhof in Egestorf bis zur B65 in Bantorf zieht, gilt teils sogar ein Tempolimit – weil der Zustand so schlecht ist. Doch nun kommt Bewegung in die Sache. Nachdem zunächst das Land mitgeteilt hat, in diesem Jahr den außerörtlichen Abschnitt zwischen Egestorf und der Wennigser Mark im Rahmen seiner millionenschweren Infrastruktur-Offensive erneuern zu wollen, kündigt die Stadt nun ihrerseits erste Vermessungsarbeiten innerorts an. Sie sollen eine Sanierung der maroden Landesstraße vorbereiten.

Demnach wird ein Ingenieurbüro bis Anfang März an der Stoppstraße in Egestorf vermessen. Aufgrund der wechselhaften Witterung ließen sich derzeit keine konkreteren Termine für die Durchführung der Arbeiten nennen. Der betroffene Abschnitt erstreckt sich von der Kreuzung Einsteinstraße bis zum Anschlusspunkt der Wennigser Straße.

Wie die Stadt ankündigt, werden dabei zum einen die Fahrbahn und der Gehweg vermessen. Zum anderen könne es erforderlich sein, private Einfahrten sowie Zuwegungen auf wenigen Metern zu betreten. Dies sei mitunter notwendig, um exakte Grundstücksgrenzen zu bestimmen und Höhenverhältnisse zu klären. In diesen Fällen, so die Stadt, werde sich das beauftragte Vermessungsbüro vorab mit den jeweiligen Eigentümerinnen und Eigentümern in Verbindung setzen.

Die Verwaltung betont: Die Vermessung der Fahrbahn, der Nebenanlagen sowie der angrenzenden Grundstücke sei eine „unverzichtbare Voraussetzung“ für die Sanierung der L391. „Ohne diese Datengrundlage ist eine konkrete Planung und Umsetzung der Maßnahme nicht möglich.“ Barsinghausens Bürgermeister Henning Schünhof (SPD) begrüßt diesen Schritt. „Durch die angestoßenen Vermessungsarbeiten bewegen wir uns endlich in Richtung einer Verbesserung der Straßenverhältnisse auf der L391. Ich bin zuversichtlich, dass wir gemeinsam mit dem Land nun kontinuierlich die Sanierung vorantreiben.“

In Hinblick auf die jetzt vom Land für dieses Jahr angekündigte Sanierung des Abschnitts zwischen Egestorf und der Wennigser Mark äußert Schünhof auf Nachfrage: „Generell kann man nur begrüßen, dass Straßen saniert werden. Allerdings haben wir in Barsinghausen deutlich schlechtere Abschnitte der L391, sowohl innerorts als auch außerorts.“ Der Abschnitt, der nun saniert werden soll, könne deswegen nur als Auftakt zu weiteren Sanierungsabschnitten auf der L391 gewertet werden.

Langfristig „wollen wir die L391 vollständig sanieren, der Teilabschnitt ist der erste Schritt dahin. Wir sind seit mehreren Jahren in ausführlichen Gesprächen und Vorplanungen mit der Landesstraßenbaubehörde“, erklärt Stadtsprecherin Lea Drewnitzky. Die nun anlaufende Vermessung sei der erste vorbereitende Teil der Sanierung in der innerörtlichen Lage der L391. „In Anbetracht des Zustands der L391 sind weitere Maßnahmen, innerörtlich wie auch außerörtlich, notwendig“, so die Sprecherin. Zur Wahrheit gehöre jedoch auch, dass sich diese Maßnahme nur in einzelnen Abschnitten durchführen lasse.

Um die notwendige Sanierung der Stoppstraße voranzubringen, übernimmt die Stadt Barsinghausen zunächst die Kosten der Vermessungsarbeiten und geht damit in finanzielle Vorleistung gegenüber der Landesstraßenbaubehörde. Zu einem späteren Zeitpunkt werde man die entstandenen Kosten vom Land anteilig zurückerstattet bekommen. Im Rat war hier unlängst von 300.000 Euro die Rede gewesen, die Barsinghausen hier nun vorschießt – damit es bei der Sanierung der L391 endlich vorwärtsgeht.

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