Bis es so weit ist, steht aber noch Arbeit bevor. Im Gebäude ist ein riesiger Haufen aus Kartons zu sehen, Musikinstrumente liegen herum, Stühle reihen sich im Flur aneinander. Dazwischen wuseln die Mitarbeiter des beauftragten Umzugsunternehmens „Blitz und Blank“ umher, schleppen Materialien oder erteilen Anweisungen.
Jörg Dietz, Hausmeister der Marie-Curie-Schule, packt kräftig mit an. „Wir haben gestern angefangen mit dem Ausräumen, heute ist der Umzug, ab Mittwoch packen die Lehrer die Kartons aus“, erläuterte er am Dienstag. Bis Freitag werde es dauern, so Dietz. Deutlich mehr Zeit habe die Vorbereitung in Anspruch genommen. „Die Planung hat ein paar Monate gedauert.“
Konkret sei es um das Erstellen von Listen gegangen, welche Möbel und Materialien in welchen Raum gehören. Als Hausmeister ist er darüber bestens informiert. Während Dietz den neuen Trakt zeigt, muss er durchweg Fragen der Mitarbeiter des Umzugsunternehmens („Wo gehört das hin?“) beantworten. Die neuen Klassenräume sind bereits weitgehend eingerichtet: Glänzende Tische und saubere Stühle stehen bereit. In einigen Räumen tüfteln Mitarbeiter von „Prowise“ an der Installation der Smartboards.
Aufgrund der Zeugnisferien waren am Dienstag noch keine Schülerinnen und Schüler im Gebäude, am Mittwoch war aufgrund der allgemeinen Wetterlage in der Region ebenfalls noch schulfrei. Die Jahrgänge sieben bis 13 starten am Donnerstag wieder in den Schulbetrieb, die Fünft- und Sechstklässler haben am kommenden Montag ihren ersten Unterricht in den neuen Räumen. Dietz verrät: „Die Schüler freuen sich riesig, wie ich gehört habe.“
Einer ist sogar am Dienstag schon dabei: Zehntklässler Jonas Hans hilft beim Umzug fleißig mit. „Ich bin beim Team Technik, einer AG aus der Schule. Da bin ich sehr aktiv“, erklärt er. Darüber hinaus sei er Schülervertreter und Jahrgangssprecher – und geht mit gutem Beispiel voran. „Ich mache das freiwillig. Hier kann ich ein bisschen was lernen“, so Hans, der bei der Installation der Smartboards genau hinschaut. Darüber hinaus agiert er als Ansprechpartner für alle. „Ich kenne das Gebäude und die Schule ganz gut“, so Hans, „und weiß Bescheid, wo was hin soll.“ Und wie gefällt ihm der Umzug? „Es ist ganz cool“, findet er.
Zufrieden ist auch die Schulsekretärin der Marie-Curie-Schule, die namentlich nicht genannt werden möchte und die an der Organisation des Umzugs beteiligt war. „Der neue Trakt sieht cool aus“, meint auch sie. „Die Klassenräume sind richtig schön.“ Sie freue sich darauf, wenn es mit dem Unterricht im Neubau endlich losgeht.
Denn bis dahin verstrich mehr Zeit als geplant: Zwei Jahre sollte der Bau des neuen Trakts ursprünglich dauern. Allerdings folgte während der Bauarbeiten ein Rückschlag dem nächsten. Der Fund von Munitionsresten oder auch die Entdeckung eines alten Beckens im Untergrund, durch das Wasser in die Baugrube einbrach, gehörten dazu. Außerdem gab es Probleme mit den beauftragten Firmen. Am Ende dauerten die Arbeiten länger als fünf Jahre. Nun hat das Warten ein Ende.