Fischer hatte bereits von Anfang 2013 bis August 2018 das Bauderzernat in Barsinghausen geleitet und war zeitweise auch allgemeiner Vertreter des Bürgermeisters. Dann wurde er Abteilungsleiter beim Landesbetrieb für Straßenbau in Nordrhein-Westfalen. Nach sechs Jahren in Bielefeld kam er Anfang 2024 wieder zurück nach Barsinghausen.
Als Leiter des Dezernats Planen und Bauen trägt Fischer bei der Stadt Barsinghausen die Verantwortung für das Bau- und Planungsamt, die Bauverwaltung, die Gebäudewirtschaft und das Tiefbauamt inklusive Baubetriebshof. Insgesamt gehören fast 150 Mitarbeiter zu seinem Bereich. Der Fachbereich Bauen ist einer der wichtigsten Bereiche einer Stadt, weil er für die bauliche Entwicklung und Planung, für Genehmigungen und die Infrastruktur zuständig ist – wodurch direkt Lebensqualität, Sicherheit und Zukunftsfähigkeit einer Kommune beeinflusst werden.
Kürzlich war öffentlich geworden, dass Barsinghausen einen riesigen Investitionsstau von etwa 650 Millionen Euro vor sich herschiebt. Diese Summe müsste bis zum Jahr 2036 dringend in Schulen, Straßen und andere Infrastruktur gesteckt werden. Das aktuell größte Bauprojekt ist die neue Wilhelm-Stedler-Schule in der Innenstadt mit einem Investitionsvolumen von geplanten 24 Millionen Euro. Der Neubau soll bis zum Sommer fertiggestellt sein. Mit rund 90 Millionen Euro noch deutlich teurer wird die Sanierung des Schulzentrums Am Spalterhals – die größte Investition, die Barsinghausen jemals getätigt hat. Das Bauprojekt soll von 2027 bis 2032 umgesetzt werden.
Durch die Ausschreibung und das Angebot seines heimischen Landkreises sei er auf die Stelle in der Schaumburger Kreisverwaltung aufmerksam geworden, sagt Fischer, der mit seiner Familie in Bückeburg wohnt. Er gehe mit einem weinenden und mit einem lachenden Auge. „Da ich über die mittlerweile fast sieben Jahre in Barsinghausen doch mit sehr vielen Menschen positiv verbunden bin, werde ich zunächst mal all die in Gesellschaft, Politik und Verwaltung vermissen, die mich hier gut begleitet haben und mit denen wir gemeinsam vieles schaffen und auf den Weg bringen konnten“, sagt er.
Ansonsten gebe es sehr viele Projekte der einzelnen Ämter seines Dezernats, in denen auch ein Anteil seiner Arbeit, sein Herzblut und somit viel Freude steckten. Deren Fortgang werde er sicherlich verfolgen, kündigt Fischer an. Das seien unter anderem die Projekte im Städtebau von der Fußgängerzone bis zum Stadtteilpark, die vielen Straßenbaumaßnahmen, Hochbaumaßnahmen von der Kita-Sanierung bis zum aktuellen Neubau der Wilhelm-Stedler-Schule, aber auch Spielplatz- und Friedhofsgestaltungen.
Für die erfolgreiche gemeinsame Zeit könne er sich bei den fast 150 Kolleginnen und Kollegen des Baudezernats nur bedanken, sagt Fischer. Auch die „überragende Aussicht aus meinem Dienstzimmer werde ich auf jeden Fall vermissen“, fügt er hinzu. Von seinem Büro im Rathaus sieht er den Ziegenteich. Worauf er sich am meisten im neuen Job freue? „Über die bisher sehr herzliche und heimische Aufnahme und die vielen neuen Menschen in Gesellschaft und Verwaltung mit ihren Ideen und Lösungen sowie die vielen Gestaltungsmöglichkeiten in meinem unmittelbaren Lebensumfeld“, sagt Fischer.