Ein neuer
Lagerplatz für den Bauhof
Rund um die Pumpstation am Sutfeldweg richtet
die Stadt Ronnenberg eine Fläche für Material und Geräte ein

Am Sutfeldweg in Weetzen entsteht ein neuer Lagerplatz für den städtischen Bauhof: Auf dem ehemaligen Klärwerksgelände wurden bereits Ende des vergangenen Jahres die notwendigen Abrissarbeiten erledigt.Foto: Stadt Ronnenberg
Weetzen. Mehr als 40 Jahre liegt es zurück, dass hier in der Feldmark von Weetzen ein Klärwerksgelände war. „Das ist in den Achtzigerjahren gewesen – in Zeiten der früheren Zuckerfabrik“, weiß Martin Borchers, der Leiter des städtischen Bauhofs. Klärwerk und auch die Zuckerfabrik gibt es inzwischen nicht mehr. Das städtische Areal am Sutfeldweg hat aber weiterhin eine wichtige Funktion für die Dorfentwässerung: „Über das Pumpwerk auf dem Gelände wird Regen- und Abwasser aus Weetzen in Richtung Klärwerk Hannover geleitet“, berichtet Borchers.

Das Grundstück rund um die Mischwasser-Pumpstation wird jetzt aber für eine weitere Funktion hergerichtet: „Es geht darum, die Fläche zu optimieren“, sagt Bauhofleiter Borchers. Demnach soll am Sutfeldweg in der Feldmark ein zusätzlicher Lagerplatz für den Bauhof entstehen. Zwar wurden dort auch schon seit einiger Zeit Schuttgüter und abgebaute Spielplatzgeräte aufbewahrt. Die Stadt hat jetzt aber noch mehr Platz geschaffen. Das rund 3000 Quadratmeter große Areal wird grundlegend aufgewertet und umgestaltet.

„Alles, was mit dem alten Klärwerk zu tun hatte, wurde vor wenigen Wochen abgerissen“, berichtet Borchers. Für die Stahlbetonelemente sei großes Gerät erforderlich gewesen. Deshalb habe die Stadt für diese Arbeiten eine externe Firma beauftragt.

Weil dem Bauhof Lagerkapazitäten fehlen, wurde das ehemalige Klärwerksgelände auch schon vorher umfunktioniert: In einem ersten Schritt sei bereits vor einiger Zeit mehr Platz geschaffen worden, berichtet Borchers. „Der gesamte Bereich wurde vorher jahrelang nie groß behandelt und war völlig zugewachsen“, erzählt der Bauhofleiter. Deshalb sei dort gerodet worden: Bäume, Hecken, Büsche und Sträucher wurden entfernt.

Im Laufe dieses Jahres sollen die Arbeiten für den neuen Lagerplatz weitergehen: „Es sind ein paar Erdhaufen übrig geblieben, die auch noch beseitigt werden“, kündigt Borchers an. Anschließend werde die Grundfläche planiert. Aus Betonblocksteinen sollen dann Sammelplätze und Aufbewahrungsbereiche angelegt werden.

„Es entstehen Lagerstellen für Baustoffe des täglichen Bedarfs“, erläutert der Bauhofleiter die Pläne. In der Feldmark von Weetzen sollen künftig Güter wie Mineral und Sand für den Bau von Wegen und Flächen sowie für den Sandaustausch auf Spielplätzen gelagert werden. Auf dem Gelände werde der Bauhof aber auch Geräte wie Räumschilde unterbringen, wenn diese nach dem Winter vorerst nicht mehr im Einsatz seien. Für den Hauptstandort am Bauernwiesenweg in Ronnenberg bedeute das platzmäßig eine erhebliche Entlastung, so Borchers.

Pläne für eine Photovoltaikfreifläche auf dem städtischen Grundstück sind damit „nach derzeitigen Stand“ vom Tisch, wie der Bauhofleiter auf Nachfrage dieser Redaktion berichtet. Der Hintergrund: Vor gut dreieinhalb Jahren hatte die SPD-Fraktion im Rat der Stadt Ronnenberg die stadteigene Fläche ringsum die Pumpstation am Sutfeldweg auserkoren, um dort Solarstrom zu erzeugen. Mit einem Antrag wurde die Stadtverwaltung beauftragt, diese Möglichkeit zu prüfen. Mit der Einrichtung eines zusätzlichen Bauhoflagers ist diese Idee vorerst nicht mehr umsetzbar.

Abschluss der Arbeiten für den zusätzlichen Lagerplatz soll eine neue Einfriedung des gesamten Bereiches sein: „Die Umzäunung wird angepasst“, kündigt der Bauhofleiter an.

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