Pläne für Supermarktwerden konkreter
Nachdem die planerischen Hürden genommen wurden,will die Norma-Kette den Bau ihrer geplanten Filiale in Weetzen vorantreiben

Alle Hürden überstanden? Nach einer rund einjährigen Unterbrechung will die Norma-Kette die Planungen für eine neue Filiale in Weetzen wieder forcieren.Foto: Johanna Uminski
Weetzen. Fast ein Jahr lang sind die Pläne für einen neuen Supermarkt im Ronnenberger Ortsteil Weetzen nicht recht vorangekommen. Das soll sich im neuen Jahr ändern. Bürgermeister Marlo Kratzke (SPD) rechnet damit, dass zum Ende 2026 für die Fläche an der Bröhnstraße Baurecht herrscht. Anfang 2027 könnte dann mit den Arbeiten begonnen werden.

Eine ähnliche Aussage hatte Weetzens Ortsbürgermeister Thomas Bensch (SPD) bereits vor gut einem Jahr getroffen. Er hatte „das Ende eines langwierigen Verhandlungsprozesses“ ausgerufen. Vorangegangen waren intensive Gespräche mit der Region Hannover, die eine Verkaufsfläche von 1200 Quadratmetern für den neuen Supermarkt genehmigen sollte - die Mindestgröße für die Norma-Kette, die als Investor auftritt.

Nach dem „Go“ aus Hannover schienen alle Hürden überwunden zu sein. Doch der Schein war trügerisch. Zunächst bereitete ein Planungsbüro dem Investor Probleme, sodass dieser erforderliche Gutachten bis heute noch nicht vollständig vorlegen konnte. Kratzke rechnet damit aber im kommenden Februar. Dann könnte das Verfahren zur Änderung von Flächennutzungsplan und Bebauungsplan im nächsten Beratungsdurchlauf der Ratsgremien wieder aktiviert werden.

Ein weiteres Hemmnis war die Entdeckung eines Vorkommens der Feldlerche im Bereich des Supermarkt-Baufeldes. Die Suche nach einer Kompensationsfläche erwies sich zunächst als problematisch, da geeignete Flächen aktuell sehr knapp sind. Letztlich hatte Bensch die Idee, dass sich Norma doch in die Kompensationsmaßnahmen von Regiobus einklinken könne. Das Unternehmen baut demnächst einen neuen Betriebshof für E-Busse, nur einen Steinwurf von dem geplanten Supermarkt entfernt. Die entsprechende Einigung zwischen Norma und Regiobus auf eine gemeinsame Kompensation machten den Weg für weitere Beschlüsse im Rat endgültig frei.

Norma ist ein Unternehmen aus Süddeutschland und betreibt rund 1450 Filialen in Deutschland, Österreich, Tschechien und Frankreich. Auf seiner Internetseite propagiert das Unternehmen „ein ra­tio­nel­les, ein­fa­ches Ver­kaufs­kon­zept ge­mäß dem Dis­count­prin­zip: Kon­zen­tra­ti­on auf das We­sent­li­che“. Das Angebot umfasst Lebensmittel und Getränke, Heim- und Kleintierfutter, Wasch-, Putz-, Reinigungsmittel und Drogerieartikel sowie Zeitungen, Zeitschriften und Tabakwaren. Die Lage des geplanten Marktes besticht durch die Nähe zu Gehrden, auch von der B217 aus ist er schnell zu erreichen und damit für Pendler interessant.

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