Besonders in Erinnerung geblieben sind dabei das Feuer in der Brasserie „Nablo“ Ende August, aber auch ein Wohnungsbrand im November in der Wilhelm-Busch-Straße, bei dem die Feuerwehr eine Person rettete. Zu den größeren Einsätzen im vergangenen Jahr zählte auch der Brand in einer Doppelgarage im Ortsteil Egestorf, bei dem ein Auto in Brand geraten war.
Insgesamt verbuchten die Freiwilligen 162 Brandeinsätze, 222 technische Hilfeleistungen, 131 Fehlalarme sowie 18 sogenannte Brandsicherheitswachdienste.
Um auch künftig bestmöglich retten und helfen zu können, lassen sich die Feuerwehrleute regelmäßig weiterbilden. „Das sowie die gemeinsamen Übungen stärken das Vertrauen und die Koordination untereinander“, macht Prinzler deutlich. Allerdings sei das Ausbildungsangebot auf Landesebene aus Prinzlers Sicht derzeit nicht angemessen. „Wir haben schon länger den Bedarf an Führungslehrgängen beim Niedersächsischen Landesamt für Brand- und Katastrophenschutz“, erklärt er. Seit Jahren mangele es daran. „32 Lehrgänge für mehr als 600 Einsatzkräfte in Barsinghausen sind zu wenig“, macht der Stadtbrandmeister deutlich.
Bei der Ausstattung hat sich in Barsinghausen 2025 einiges getan. Im Frühjahr wurden die neue Drehleiter sowie ein Löschgruppenfahrzeug 20 eingeweiht. Außerdem gab es drei neue Mannschaftstransportfahrzeuge für die Ortswehren Großgoltern, Groß Munzel und Hohenbostel. Weitere Fahrzeuge, darunter fünf Mannschaftstransportfahrzeuge, sowie zwei Tanklöschfahrzeuge 3000 und ein Löschgruppenfahrzeug 10 sind bestellt oder sind in der Ausschreibung.
Dennoch steigen die Anforderungen. „Wir merken das ab den Positionen der Ortsbrandmeister und aufwärts“, sagt Prinzler. „Es gibt administrative Angelegenheiten, die immer mehr werden. Darunter unter anderem Dokumentationen zu Ausstattung, Gerätehäusern und Sonderanschaffungen.“ All das koste Ressourcen.
Besonders erfreulich seien die Mitgliederzahlen bei der Kinder- und Jugendfeuerwehr: „Wir haben in Groß- und Nordgoltern die elfte Kinderfeuerwehr im Stadtgebiet gründen können“, so Prinzler. Insgesamt haben die Kinderfeuerwehren 208 Mitglieder und die 14 Jugendfeuerwehren 201 Mädchen und Jungen als Mitglieder.
Die Mitgliederzahl bei den Aktiven liegt derzeit bei 610 Männern und Frauen. Hinzu kommen 72 Mitglieder in den Musikzügen und im Spielmannszug sowie 132 Mitglieder in den Alters- und Ehrenabteilungen. „Eine stolze Zahl von 3810 Fördernden macht somit zum Jahresende einen Gesamtmitgliederbestand von 5033 Mitgliedern aus“, fasst Prinzler zusammen.
Die Musik- und Spielmannszüge haben an zahlreichen Veranstaltungen teilgenommen, darunter an Feuerwehrfesten und Laternenumzügen. „Sie sind aber weiterhin an Nachwuchs interessiert“, so Prinzler.
Auch für 2026 stehen große Aufgaben an. Darunter die Sicherstellung und Stärkung der Ortsfeuerwehren, die Umsetzung der neuen Feuerwehrverordnung, die unter anderem neue Uniformen und Dienstgrade regelt, aber auch der Abschluss der Fortschreibung des Brandschutzbedarfsplans 2027. „Auch die Erarbeitung eines zukunftsfähigen Fahrzeugkonzeptes mit möglichen Sonderaufgaben für einzelne Ortswehren wird die Stadtfeuerwehr weiterhin fordern“, sagt Prinzler.