Förderanträge eingereicht hat Barsinghausens Sozialdezernent Robert Engelmann unter anderem für das Freibad Goltern und für den Hallenbad-Neubau, der das über 50 Jahre alte Deisterbad ersetzen soll. Auch für den Ersatzneubau der Turnhalle der Wilhelm-Busch-Schule in Hohenbostel hofft die Stadt auf Bundesmittel. Ebenso für die Dreifeldsporthalle an der KGS und die Sporthalle am Schulzentrum Am Spalterhals, die saniert werden müssen.
Auch die Barsinghäuser Sportvereine sind mit im Boot. Sie selbst dürfen zwar keine Anträge stellen. Dies kann aber über die Kommune geschehen. Unter anderem wollen der TSV Kirchdorf und der TSV Barsinghausen ihre Kunstrasenplätze sanieren. Für die Sportanlagen des TSV Barsinghausen und der Tennisvereine an der Langenkampstraße gibt es einen gemeinsamen Sportpark-Ansatz. Dabei möchte der Barsinghäuser Tennisverein eine moderne Outdoor-Sportanlage mit Basketballplatz und Boule-Areal schaffen. Der Tennisclub Rot-Weiß will einen Pickleball-Court bauen. Eine Projektskizze eingereicht hat die Stadt darüber hinaus für den VSV Hohenbostel, der unter anderem eine Drainage für seinen A-Platz braucht.
Insgesamt eine Milliarde Euro stellt der Bund bis Ende der Legislaturperiode 2029 mit dem Förderprogramm „Sanierung kommunaler Sportstätten“ bereit, um marode Turnhallen, Schwimmbäder und Sportplätze zu modernisieren. In einer ersten Tranche, für die jetzt Bewerbungen abgegeben werden konnten, sind es 333 Millionen Euro. Wie viel von dem Geld letztlich nach Niedersachsen fließt, ist unklar. Gedacht sind die Fördermittel dafür, den Sanierungsstau bei den Sportstätten in Deutschland abzubauen. Mit bis zu 45 Prozent, bei Kommunen im Nothaushalt sogar 75 Prozent, oder maximal mit 8 Millionen Euro werden Sanierungen und in Ausnahmefällen auch Neubauten gefördert.
Der Rat der Stadt Barsinghausen hatte im Dezember beschlossen, sich am Bundesprogramm zu beteiligen, und die Verwaltung ausdrücklich ermächtigt, entsprechende Projektskizzen einzureichen sowie die erforderlichen kommunalen Kofinanzierungsanteile grundsätzlich abzusichern.
Wie Stadtsprecherin Lea Drewnitzky mitteilt, hätten sich einzelne Vereine entschieden, in dieser ersten Förderrunde keine Projektskizze einzureichen. Das betrifft den TSV Groß Munzel und den TSV Egestorf. Diese Entscheidungen seien von der Stadt ausdrücklich respektiert worden und änderten nichts daran, dass sie das Programm insgesamt als große Chance für den Sportstandort Barsinghausen bewerte.
Mit den eingereichten Projekten verfolge die Stadt das Ziel, bestehende Sportstätten langfristig zu sichern, zu modernisieren und energetisch zukunftsfähig aufzustellen. Angesichts des erheblichen Sanierungsbedarfs vieler Anlagen sehe man in der sogenannten „Sportmilliarde“ eine einmalige Gelegenheit, zentrale Projekte gemeinsam mit dem Bund auf den Weg zu bringen.
„Die Stadt Barsinghausen hat ihre Hausaufgaben gemacht und geht mit fachlich belastbaren, politisch getragenen Projekten in das Verfahren“, betont die Sprecherin. Ob und in welchem Umfang einzelne Projekte tatsächlich gefördert werden, entscheidet nun der Bund. Der Haushaltsausschuss des Bundestags sucht jetzt voraussichtlich bis Ende Februar die Projekte aus, die unterstützt werden.