Schnelles Internet –länger Ärger
Der Glasfaserausbau ist für die Stadt Ronnenberg Fluch und Segen zugleich. Die Arbeiten sorgen seit Jahren immer wieder für Beschwerden.

Ronnenberg. Seit der ersten Vertragsunterschrift zum Glasfaserausbau in der Stadt Ronnenberg im November 2021 sind die Beziehungen der Verwaltung zum beauftragten Unternehmen offenbar ziemlich abgekühlt. Die Telekom hatte zunächst einen Teil von Empelde und später, in einem zweiten Abschnitt, die weiteren Ortsteile mit schnellem Internet versorgt. Dabei ist es wiederholt zu Beschwerden aus der Bevölkerung gekommen. Moniert wurden Schäden an Gehwegen und Fahrbahnen, nachdem die Bautrupps weitergezogen waren.

Laut einer aktuellen Mitteilung aus dem Rathaus hat das Unternehmen nun zugesichert, „dass die Asphaltschlussarbeiten im Rahmen dieses Projekts bis Ende März 2026 abgeschlossen sein werden“. Betroffen seien noch rund 1000 Meter Fahrbahn, insbesondere in den Straßen Am Goldfeld, Staßfurter Straße, Kaliweg in Ronnenberg und Längenfeldstraße in Empelde.

Die Stadt Ronnenberg habe sich in den vergangenen Wochen wiederholt für die Belange der betroffenen Anwohnerinnen und Anwohner eingesetzt, heißt es in der Mitteilung. Dazu habe sich Bürgermeister Marlo Kratzke (SPD) direkt an den Vorstand der Deutschen Telekom gewandt. Infolgedessen habe die Telekom zugesagt, die Situation neu zu bewerten und Maßnahmen zur zeitnahen Fertigstellung zu ergreifen.

Der Stadt Ronnenberg wurde zugesichert, dass die von der Telekom beauftragte Firma die Arbeiten ab Mitte Januar wieder aufnehmen werde, soweit es die Witterung zulässt. Die Fertigstellung der Asphaltschlussarbeiten wurde für Ende März 2026 angekündigt.

Die Verwaltung kündigte an, den Fortgang der Arbeiten weiterhin eng zu begleiten. Das Rathaus steht im regelmäßigen Austausch mit der Deutschen Telekom, um die Beeinträchtigungen für die Anwohnerinnen und Anwohner so gering wie möglich zu halten.

Seit Beginn des Glasfaserausbaus hatte es Kritik an der Ausführung der Arbeiten gegeben. Die Telekom hatte immer wieder auf die von ihr beauftragten Subunternehmer verwiesen.

Nach Aussagen des Ersten Stadtrates Torsten Kölle hatte sich im vergangenen Jahr über weite Strecken ein Mitarbeiter der Stadt überwiegend damit beschäftigt, die Baustellen des Glasfaserausbaus zu begleiten und die Ausführungen von Nachbesserungen zu beaufsichtigen.

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