Stiller’s will Tiny Houses bauen
Kompakte Minihäuser sollen das touristische Angebot in Barsinghausen ergänzen. Der städtische Verwaltungsausschuss hat der Änderung des Bebauungsplans zugestimmt.

Will expandieren: Das Stiller’s in Barsinghausen plant Tiny Houses.oto: Jennifer Krebs
Barsinghausen. Es ist zwar erst der Beginn eines Planverfahrens. Aber: Barsinghausen könnte schon bald um eine touristische Attraktion reicher sein.

Der Gastronomiebetrieb Stiller’s plant einen Beherbergungsbetrieb mit sogenannten Tiny Houses. Das geht aus einer öffentlichen Beschlussvorlage der Stadt Barsinghausen hervor.

Aufenthalte am Deisterrand in kompakten Minihäusern: Für viele Naherholungssuchende und Reisende könnte eine Unterkunft in Tiny Houses einladend klingen. Bislang betreibt die Gastro-Familie Stiller an der Egestorfer Straße „Stiller’s Restaurant“. Dazu gehört auch der Biergarten „18 Grad“. Künftig könnte ein Beherbergungsbetrieb das Angebot ergänzen.

Zu den genauen Plänen will sich Gastronom und Chef Mauro Stiller auf Nachfrage dieser Redaktion zwar derzeit noch nicht öffentlich äußern. Trotzdem hat das Vorhaben schon eine erste Hürde genommen. Der Verwaltungsausschuss der Stadt hat bereits einer notwendigen Änderung des Bebauungsplans zugestimmt.

„Anlass der Änderung ist, dass der Vorhabenträger die Umnutzung sowie die Erweiterung der bestehenden Gebäude plant“, heißt es in der Beschlussvorlage. Der Standort wird darin als Areal zwischen der Egestorfer Straße und dem Egestorfer Kirchweg beschrieben.

In der Vorlage heißt es weiter: „Konkret beabsichtigt der Vorhabenträger die Umnutzung der bestehenden Kegelbahn zu einem Beherbergungsbetrieb sowie sogenannten Tiny Houses als ergänzendes Ferienangebot. Hierzu kommen Wohnungen für die Betriebsinhaber.“

Die Stadt Barsinghausen profitiert auch von den Plänen: Laut Verwaltung soll die Änderung des Bebauungsplans das Ziel sichern, auf den Flächen des Haldengeländes auch Freizeitanlagen, Gaststätten- und Beherbergungsgewerbe sowie Grünflächennutzung zu ermöglichen. Diese Nutzungsformen sollen der Bedeutung der „Stadt Barsinghausen als Naherholungsziel und Erholungsstandort im Deister“ gerecht werden.

Bislang sind die Vorzeichen für das neue touristische Angebot gut. Laut Stadtverwaltung sind bislang keine Hinweise und Anregungen von Trägern öffentlicher Belange eingegangen, die grundsätzlich gegen das Projekt sprechen. Für die weitere Planung seien aber Vorgaben für den künftigen Schallschutz zu berücksichtigen – wegen der Emissionen, die von der Gastronomie, dem angrenzenden Gewerbe und dem Straßenverkehr ausgehen.

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