Winterlandschaft verhüllt die Bauarbeiten
Eine große Outdooranlage mit viel Grün, Sitzplätzen und Spielgeräten entsteht an der Levester Straße.

Zurzeit noch eine idyllische Schneelandschaft: Auf dem Areal an der Levester Straße soll aber bereits in diesem Jahr ein Sport- und Freizeitpark eröffnet werden.Foto: Ingo Rodriguez
Gehrden. Zurzeit eignet sich das Areal an der Levester Straße in Gehrden als Postkartenmotiv. Nach den Schneefällen der vergangenen Tage verhüllt die Winterlandschaft jedoch den Baubeginn für ein Großprojekt. Auf dem rund 2000 Quadratmeter großen Areal zwischen dem Knülweg und der Kreisstraße soll bereits in diesem Jahr ein Sport- und Freizeitpark eröffnet werden. In den vergangenen Wochen haben fast unbemerkt die Arbeiten für den ersten Bauabschnitt begonnen.

Wie Gehrdens Bürgermeister Malte Losert (parteilos) berichtet, hat die Stadt den Auftrag bereits Anfang September vergeben. Und seit November sei ein Garten- und Landschaftsbaubetrieb aus dem Weserbergland im hinteren Bereich des Baugrundstücks im Einsatz.

Die seit Jahren von Kindern und Jugendlichen sehnlich gewünschte Outdooranlage soll in den nächsten Monaten in drei Bauabschnitten entstehen: Zunächst sei für die südliche Zone des Areals – in Richtung Gehrdener Berg – der Bau einer parkähnlichen Grünanlage mit Sitzplätzen und Spielgeräten geplant, sagt der Bürgermeister. „Das wird eine Zone zum Klettern, Balancieren und Chillen.“

Für die Gestaltung dieses Bereichs waren schon vor gut einem Jahr erste Vorkehrungen getroffen worden. Auf dem Gelände einer früheren Kleingartenkolonie hatten im Februar 2025 Rodungsarbeiten begonnen. Vor der Brut- und Setzzeit wurden großflächig wild wuchernde Sträucher und Büsche entfernt. Im Sommer sei die gerodete Fläche dann noch weiter hergerichtet worden, sagt Losert. Unter anderem hat eine Firma restlichen Müll und verbliebene Bauten der ehemaligen Kolonie beseitigt.

Woran bei den Rodungs- und Abrissarbeiten auch gedacht wurde: „Im hinteren Bereich wurden einige größere und vitale Bäume erhalten, weil sie in das Konzept für die Outdooranlage eingebunden werden“, berichtet Bürgermeister Losert. Vereinzelt werde aber auch noch nachgepflanzt, um die offenen Wiesenflächen des südlichen Naherholungsbereiches zu gestalten.

Das Investitionsvolumen für den ersten Bauabschnitt beziffert er auf rund 300.000 Euro. Der Rat der Stadt hat für das dreiteilige Großprojekt das notwendige Geld bewilligt. Derzeit betragen die geschätzten Gesamtkosten rund 820.000 Euro. „150.000 Euro gibt es als Zuschuss aus dem Förderprogramm Leader-Region Calenberger Land“, so Losert. Die Stadt hält am bislang angepeilten Termin für eine Eröffnung des neuen Freizeitparks fest: „Wir hoffen weiterhin auf eine Inbetriebnahme im Jahr 2026“, sagt der Bürgermeister. Nach dem Abschluss des ersten Bauabschnitts sollen die Arbeiten möglichst nahtlos weitergehen. „Zurzeit wird das Leistungsverzeichnis für den zweiten Abschnitt erstellt.“ Wichtig sei nach der Veröffentlichung der Auftragsbeschreibung allerdings eine gute Bewerberlage geeigneter Baufirmen.

Für den zweiten Bauabschnitt sind besondere Fachfirmen notwendig: Im nördlichen Bereich an der Levester Straße soll eine Skate- und BMX-Anlage entstehen. Außer dieser sogenannten Pumptrack sei zudem der Bau eines Multifunktionsspielfeldes mit Bande und Ballfangzaun geplant, kündigt Losert an.

Aus Lärmschutzgründen werden die geräuschintensiven Sport- und Spielangebote nahe der Levester Straße angelegt – inklusive Haupteingang, Parkplätzen und Fahrradbügeln.

Vom Knülweg soll ein Fußweg zur Outdooranlage führen. Für die südlichste Fläche seien im dritten Bauabschnitt nur wenige Arbeiten notwendig, sagt der Bürgermeister. Diese Zone sei für Ausgleichsmaßnahmen und als Lärmschutzpuffer in Richtung Wohnbebauung vorgesehen.

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