Es geht nicht um„typisch Mann“

Die Leiterin der Kita Baschelino, Charline Pridöhl, hält männliches Betreuungs- und Erziehungspersonal grundsätzlich für einen wichtigen Baustein im Kita-Betrieb: „Kinder, Teams und die Gesellschaft profitieren insgesamt von mehr männlicher Präsenz in der frühkindlichen Bildung“, sagt sie. Diese Präsenz bereichere das gesamte Team und erweitere außerdem die kindlichen Beziehungserfahrungen. „Männer in Kitas sind wichtig, weil sie Kindern vielfältige männliche Vorbilder bieten, die für eine geschlechtergerechte Entwicklung notwendig sind“, berichtet Pridöhl. Männliche Kollegen seien geeignet, um andere Perspektiven und Herangehensweisen in den pädagogischen Alltag zu bringen. „Sie erweitern auch das Angebot an Aktivitäten, insbesondere im Bereich Sport oder Werken“, so die Kita-Leiterin. Was Pridöhl ebenfalls herausstellt: „Männliche Kollegen werden von Kindern mitunter ernster genommen und können gut dabei unterstützen, die Selbstständigkeit der Kinder zu fördern.“ Ein Mann im Kita-Team könne andere Impulse setzen, etwa im Umgang mit Konflikten, beim Spielverhalten oder in der Gestaltung von Alltagssituationen. Dabei gehe es nicht um „bessere“ oder „typisch männliche“ Methoden, sondern vielmehr um eine breitere Vielfalt an Zugängen, von der Kinder und Kolleginnen gleichermaßen profitierten.

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