Am Anfang September nach einer Sanierung freigegebenen Ziegenteich gab es laut Mitteilung bereits mehrere Beschädigungen. „Dabei wurde die dortige Beleuchtung beschädigt und musste außer Betrieb gesetzt werden“, sagt Bauhofleier Tobias Hielscher. Außerdem seien Sitzmöbel beschmiert und angebrannt worden. Nach Mitteilung der Stadt können sie nun nur noch eingeschränkt genutzt werden. Auch die Ansammlung von Müll und anderen Verschmutzungen sei immer wieder ein Problem.
An der Skateanlage im Stadtteilpark wurden Löcher in die Platten gesprengt. Die Stadt vermutet dahinter Böllerchaoten. „Da es sich um spezielle Hartfaserplatten handelt, schätzen wir allein diesen entstandenen Schaden auf rund 2500 Euro“, sagt Hielscher. In den vergangenen Monaten sei es bereits zum fünften Mal dort zu Beschädigungen gekommen. Und: Ersatzplatten gibt es derzeit nicht. „Teile der Anlage bleiben demnach erst mal gesperrt“, so Hielscher.
Ebenfalls mit Böllern soll ein Schaden an der Jump-Hütte am Karl-Blume-Weg verursacht worden sein, zudem seien Mülleimer auf diese Weise aus der Verankerung gerissen. Und das, obwohl der Neubau der Hütte erst vor Kurzem offiziell in Betrieb genommen wurde.
Bereits zum vierten Mal ist der beleuchtete Hirsch am Mont-Saint-Aignan-Platz Ziel von Unbekannten geworden. Die Stadt hat den Hirsch aus Sicherheitsgründen daher komplett abgebaut.
Barsinghausens Bürgermeister Henning Schünhof (SPD) zeigt sich schockiert über die Vorfälle: „Uns macht die zunehmende Zahl an Vandalismusschäden große Sorgen.“ Wegen der Vielzahl an Beschädigungen gebe es auch noch keine gesamte Schadensaufstellung.
Hinzukomme die zusätzliche Belastung für die Mitarbeitenden des Baubetriebshofs und der Verwaltung, um die Schäden zu beseitigen und sich um die Abwicklung der Schäden zu kümmern. Der Baubetriebshof komme mittlerweile an seine Grenzen.
Am ersten Weihnachtsfeiertag hatten Unbekannte an der Glashalle der KGS einen Schaden in Höhe von 1500 Euro angerichtet, in dem sie Feuerwerkskörper dort detonieren ließen. Und auch der Aufzug am Bahnhof wird immer wieder Ziel von Vandalismus. Das habe vor allem für Menschen mit eingeschränkter Mobilität gravierende Auswirkungen.
Der Bürgermeister hat überhaupt kein Verständnis für diese Taten und deren Verursacher. „Angesichts der Ausmaße der Beschädigungen handelt es sich aus meiner Sicht auch nicht mehr um sogenannte Dumme-Jungen-Streiche“, betont er.
Genau deswegen hat die Stadt auch eine Belohnung in Höhe von 500 Euro für Hinweise ausgewiesen, die zu den Täterinnen oder den Tätern führen. Wer Informationen darüber hat, den bittet die Stadtverwaltung, sich mit den Hinweisen ans Rathaus oder an die Polizei zu wenden.