Am 12. Dezember 1975 erhielt Ronnenberg das Stadtrecht, seither sind die sieben Ortsteile fest zu einer Einheit verbunden. Der Baum ist also fast auf den Tag genau ein halbes Jahrhundert später in die Erde gebuddelt worden. Umgeben wird er in Kürze noch von einer Bank – die schon angeliefert wurde und die der Bauhof der Stadt noch aufstellen wird.
„Wir schließen ein außergewöhnliches Jahr ab. Es hat gezeigt, wie vielfältig, lebendig und engagiert Ronnenberg ist“, sagte Bürgermeister Marlo Kratzke (SPD). In allen sieben Stadtteilen gab es jeweils Jubiläumsfeste. Los ging die Tournee am 20. März in Linderte im Dorfgemeinschaftshaus unter dem Motto „Ein Grenzdorf im Calenberger Land“, der Abschluss erfolgte am 12. November in Ihme-Roloven. Dabei gab es jeweils Ausstellungen und Berichte von Zeitzeugen.
Außerdem hielt Stadtarchivar Matthias Biester überall historische Vorträge, die die Menschen vor Ort begeisterten. Insgesamt sprach Biester in seinen kurzweiligen Referaten 210 Minuten lang. „Das war ein starker Vortrag. Ohnehin haben wir in Benthe eine super Resonanz gehabt“, berichtet Benthes Ortsbürgermeister Henning Bitter (CDU).
Für jeden Stadtteil wurde sogar ein eigener Film zur Dorfgeschichte produziert. Insgesamt gab es dadurch sieben Filme à 15 Minuten. Das gesichtete und bearbeitete Material betrug insgesamt 500 Minuten. Die Organisation der Abende in den Ortsteilen lag bei der im Rathaus neu geschaffenen Stabsstelle Stadtarchiv, Gremienbetreuung und Kultur.
„Die Veranstaltungen waren ein tolles Miteinander. Ich war bei vielen dabei. Man hat gemerkt, wie die Leute ihren Ort präsentiert haben und wie sie ihn gelebt haben“, sagte Thomas Bensch (SPD), seines Zeichens Ortsbürgermeister von Weetzen.
Unterm Strich nahmen an den sieben Veranstaltungen in den Ortsteilen 962 Gäste teil. Höhepunkt war im Spätsommer ein Zeltfest für alle Ronnenbergerinnen und Ronnenberger. Auf dem Gelände der Straßenmeisterei feierten Hunderte Besucher den runden Geburtstag ihrer Stadt.
Nun wird es also nach den vielen Feierlichkeiten erst mal wieder ruhiger in Ronnenberg. Gut für den Spitzahorn, damit er in Ruhe anwachsen und gedeihen kann. „Wir wollen zusehen, wie er größer wird und dann zum 75-jährigen oder 100-jährigen Stadtjubiläum in voller Pracht erstrahlt“, sagte Kratzke.
Bei der Einweihung des Platzes mit Baum und Bank, von der aus man laut Kratzke auch Ronnenberg genießen könne, waren außer dem Bürgermeister und seinen drei Stellvertretern Carsten Mauritz (CDU), Rüdiger Wilke (SPD) und Uwe Buntrock (Grüne) auch noch die Mitglieder der Stabsstelle sowie Ortsbürgermeister und Ortsvorsteher Henning Bitter (Benthe), Thomas Bensch (Weetzen), Karsten Erbelding (Linderte) und Jens Heuer (Vörie) der jeweiligen Ronnenberger Stadtteile anwesend.