Als Erstes dürfte sich an der Einfahrt zum Festplatz die Verkehrsführung ändern. Der Verkehrskreisel, der der neuen Erschließungsstraße für das Gewerbegebiet Nordost dort einen Anschluss an die Empelder Straße bieten soll, ist in seiner Planung bereits weit fortgeschritten. Die neue Straße, auch „Spange“ genannt, ist Voraussetzung für die Erschließung der neuen Gewerbeflächen. An ihrem anderen Ende soll die „Spange“ in die Bundesstraße 217 münden und als Nebeneffekt den Durchgangsverkehr um den Ronnenberger Ortskern herumführen.
So weit die bislang bekannten Planungen. Vor dem Bauausschuss des Rates berichtete jetzt Jana Volgmann, Teamleiterin Feuerschutz im Rathaus, von den weiterreichenden Plänen für den Bau eines neuen Feuerwehrgerätehauses direkt neben dem geplanten Kreisel auf dem heutigen Festplatz des Ortsteils Ronnenberg. Der Vorteil dieser Fläche liege darin, dass sie sich im Eigentum der Stadt befinde, erläuterte Volgmann, die allerdings noch keine zeitliche Perspektive für die Umsetzung des Bauvorhabens nannte. Zuvor müssten noch die Neubauten der Gerätehäuser in Benthe (Baustart im Herbst 2026) und in der Folge Linderte/Vörie abgeschlossen sein. Für Linderte/Vörie ist bislang lediglich ein Standort zwischen den beiden Orten bekannt.
Für die Mitglieder des Ausschusses warf Volgmanns Bericht Fragen auf. Thomas Bensch (SPD) erkundigte sich danach, wo die Container für die Flüchtlingsunterbringung auf dem Festplatz bleiben sollen und wo es eine Fläche für die Allgemeinheit geben soll. „Wir müssen etwas tun, aber wir müssen auch einen Plan B haben“, sagte er mit Blick auf das bestehende Gerätehaus in Ronnenberg.
Zumindest für den Festplatz gibt es diesen Plan B bereits. Diesen erläuterte Angela Meyer-Everloh, Teamleiterin Stadtentwicklung. Demnach sei es möglich, die heutige Fläche des Festplatzes zu erweitern, um eine neue, freie Feierfläche zu schaffen. „Ein Festplatz wäre dort möglich, aber keine weiteren Gebäude“, sagte sie mit Verweis auf die dortigen Überschwemmungsflächen. Lediglich das Gerätehaus könne dort als Hochbau entstehen.
Allerdings sehen auch Meyer-Everloh und ihr Fachbereichsleiter und Erster Stadtrat Torsten Kölle den neuen Standort der Feuerwehr als positiv an. Mithilfe des Kreisels bekomme das Gerätehaus – unter anderem als Standort der Drehleiter – eine gute Anbindung an die südlichen Stadtteile, rücke näher an Empelde heran und es entstünden kaum längere Wege in den Ort hinein.
Vorteile hätte ein Umzug der Feuerwehr an den künftigen Kreisel auch für den städtischen Bauhof. Dieser teilt sich mit ihr den aktuellen Standort am Bauernwiesenweg und könnte bei Umsetzung der Planung auf das gesamte Areal zurückgreifen. Noch keine Idee gibt es offenbar, was einen neuen Standort für die Container betrifft, die einem Feuerwehrneubau weichen müssten. Allerdings sei auch die Notwendigkeit dieser Unterkünfte in der Zukunft noch nicht gesichert. „Das müssen wir noch abwarten“, meinte Meyer-Everloh.