Mit der Schlüsselübergabe beginnt nun die nächste Phase des Projekts. Die Räume werden in den kommenden Monaten ausgestattet und für eine Dauerausstellung vorbereitet, die die Geschichte der jüdischen Gemeinde Ronnenbergs dokumentieren und für künftige Generationen zugänglich machen soll.
Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand zudem die Vorstellung der Publikation „Zurück in Ronnenberg – Jüdische Lebensbilder einer Calenberger Gemeinde“ von Peter Hertel und Christiane Buddenberg-Hertel. Die Publikation beleuchtet die Geschichte der Ronnenberger Jüdinnen und Juden vom 18. Jahrhundert bis zu ihrer Vertreibung während des nationalsozialistischen Terrors.
Im Fokus stehen Objekte, Dokumente und Fotografien, die jüdischen Familien gehörten – es gelang ihnen, diese auf ihrer Flucht zwischen 1937 und 1939 mitzunehmen. Mehr als 300 Originale und Reproduktionen dieser Zeitzeugnisse haben die Autoren seit 2017 aus Israel, Großbritannien, Brasilien und den USA nach Ronnenberg zurückgeführt.
Diese Sammlung bildet künftig die Grundlage der geplanten Dauerausstellung in der Velsterstraße 2. Der entstehende Lern- und Gedenkort soll die Erinnerung an das jüdische Leben in Ronnenberg bewahren, historische Zusammenhänge vermitteln und einen Raum für Bildung, Begegnung und Auseinandersetzung mit der Geschichte schaffen.