Sanierung der L391 in Egestorf verzögert sich
Die Landesbehörde rechnet mit einer Bauzeit von acht Wochen undwill Mitte August neue Informationen vorlegen

Tempo 30 wegen Straßenschäden: Die L391 in Egestorf, hier die Stoppstraße, ist in einem schlechten Zustand.Foto: Stephan Hartung
Barsinghausen. Die L391 in Barsinghausen ist seit Jahren ein Sanierungsfall. Nun soll endlich gehandelt werden, um die Ortsdurchfahrt Egestorf von brüchigem Asphalt und Schlaglöchern zu befreien. Seit geraumer Zeit gilt auf Wennigser Straße und Stoppstraße Tempo 30. Die Stadtverwaltung war im Frühjahr noch von einem Start der Arbeiten im Juni oder Juli ausgegangen. Doch passiert ist bislang noch nichts.

Weil die L391 eine Landesstraße ist, zeichnet dafür die Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr (NLSTBV) verantwortlich. „Für die Sanierungsmaßnahme an der L391 in Egestorf befindet sich das Verfahren derzeit in der Angebotsprüfung“, sagt NLSTBV-Sprecher Patrick Zinram. Ein konkreter Starttermin könnte daher aktuell noch nicht genannt werden – auch aus anderem Grund. „Es soll eine Überschneidung mit der Maßnahme an der Möllerburg-Kreuzung vermieden werden“, so Zinram. Die Gemeinde Wennigsen hat die Kreuzung seit Anfang August, noch während der Sommerferien für einen kompletten Monat gesperrt. Eine gleichzeitige Sanierung in Egestorf würde zum Verkehrskollaps führen.

„Mitte August werden wir verlässliche Informationen vorliegen haben“, sagt Zinram. Nach derzeitigem Stand ist für die gesamten Bauarbeiten eine Dauer von rund acht Wochen eingeplant. Die Maßnahme konzentriert sich auf den Bereich zwischen Bahnhof Egestorf und der Kreuzung Stoppstraße entlang der Wennigser Straße.

„Um die Beeinträchtigungen für Anwohnerinnen, Anwohner sowie Gewerbetreibende vor Ort so gering wie möglich zu halten, wurde die Maßnahme in vier Bauabschnitte unterteilt“, sagt der Sprecher. In jeweils zwei Wochen sollen die Abschnitte nacheinander saniert werden. Details zu den genauen Verkehrsregelungen sowie den damit verbundenen Einschränkungen für Verkehr und Anlieger könne man bislang nicht verbindlich mitteilen. „Weitere konkrete Informationen hierzu folgen, sobald die ausstehenden Genehmigungen vorliegen.“

Was ebenfalls lange ein Thema war, aber nun vorerst warten muss: die Sanierung des Streckenabschnitts der Stoppstraße vom Aldi-Markt bis zum Bahnhof Kirchdorf. „Dieser Bereich ist für dieses Jahr nicht eingeplant.“ Dort müssen sich Autofahrerinnen und Autofahrer also noch länger in Geduld üben angesichts von Flickwerk, Bodenwellen und Holperstrecke. Vor allem für Radfahrerinnen und Radfahrer sind diese Hindernisse nicht gefahrlos.

Was passiert auf der Wennigser Straße genau? Das richtet sich laut Zinram nach dem jeweiligen Zustand der Fahrbahn. „Während in einigen Abschnitten lediglich die Fahrbahndecke erneuert werden muss, wird in anderen Bereichen zusätzlich die Binderschicht ausgetauscht. An Orten mit stärkeren Fahrbahnschäden erfolgt darüber hinaus eine stufenweise Erneuerung der Tragschicht.“ Die Gesamtkosten für das Bauvorhaben belaufen sich auf rund eine Million Euro.

Die Stadt Barsinghausen steht im Austausch mit der NLSTBV. Verkehrszeichen- oder Umleitungspläne habe man für die Zeit der Baumaßnahme vonseiten der Landesbehörde bislang noch nicht erhalten, sagt Stadtsprecherin Lea Drewnitzky. Grundsätzlich gelte aber, dass bei Verkehrsführung, Umleitung und Verkehrssicherheit ein zügiger Bauablauf bei möglichst geringen Einschränkungen für Anlieger das Ziel sei. „Dazu zählen selbstverständlich auch die Erreichbarkeit sensibler Einrichtungen wie des Seniorenheims und der Kindertagesstätte.“

Druckansicht